Die Richterin verurteilte den 17-Jährigen zudem zu einem weiteren Jahr Bewährung. Außerdem muss er jedem der Opfer eine Entschädigung in Höhe von 100 Euro zahlen.
„Ich kann mir nicht vorstellen, dass der Beschuldigte während seines Lebens noch nie vom jüdischen Holocaust gehört hat und nichts vom Horror weiß, den Menschen durchmachen, die verfolgt werden, nur weil sie zu einer anderen Rasse gehören“, schrieb die Richterin laut der Tageszeitung „Jerusalem Post“. Nur eine Gefängnisstrafe könne weitere junge Menschen von solchen Taten abhalten. Auch der Wunsch des Beschuldigten, seinen Militärdienst zu beginnen, könne nichts an der Gefängnisstrafe ändern, heißt es in dem Bericht weiter.
Laut der Anklageschrift hatte sich der Beschuldigte am 1. Mai mit zehn weiteren jüdischen Jugendlichen zwischen 16 und 18 Jahren an einem Einkaufszentrum im Stadtteil Pisgat Se´ev getroffen, um die Gegend von „arabischen Teenagern zu reinigen“. Zu der Tat hatten sich die Israelis zuvor mündlich sowie über das Internet verabredet. Einige der Juden waren mit Messern, Knüppeln und Brettern bewaffnet. Die Gruppe griff zwei Araber an und schlug diese brutal zusammen. Eines der Opfer schlugen sie bis zur Besinnungslosigkeit. Der Überfall war von den Überwachungskameras des Einkaufszentrums aufgenommen worden.