Israel verstärkt Offensive im Gazastreifen

Die israelische Offensive im Gazastreifen weitet sich aus. In der libanesischen Stadt Sidon tötet die Luftwaffe einen Hamas-Kommandeur in dessen Wohnung.
Von Israelnetz
Teil einer groß angelegten Offensivaktion. Soldaten dringen im Norden des Gazastreifens weiter vor

JERUSALEM (inn) – Die israelische Armee hat ihre Bodenoperation im Gazastreifen weiter ausgeweitet. Nach Angaben des Militärs vom Freitag agieren die Soldaten im Osten von Gaza-Stadt. Am Donnerstag hatte die Armee die Bevölkerung angewiesen, den Stadtteil Schudschaija zu räumen.

Armeesprecher Effie Defrin sagte am Donnerstag, das Militär habe eine „neue Phase“ begonnen. Bereits zu Wochenbeginn hatte die Armee Evakuierungen im Süden des Gebiets angeordnet und ging dort gegen terroristische Infrastruktur vor. Laut Medienberichten plant die Armee eine mehrwöchige Offensive mit Luftschlägen, damit Bodentruppen dort weiter vordringen können.

Mit diesen Maßnahmen will Israel den militärischen Druck auf die Hamas erhöhen. Seit Beginn der erneuten Offensive am 18. März hat die Armee nach eigenen Angaben 250 Terroristen getötet. Nach Angaben der Vereinten Nationen waren von den Räumungsanweisungen in den vergangenen zwei Wochen 280.000 Palästinenser betroffen.

Israel will Rafah isolieren

Am Mittwoch gab Premier Benjamin Netanjahu (Likud) ein weiteres taktisches Ziel bekannt: Die Isolierung von Rafah vom Rest des Gazastreifens. Die Armee soll dazu den „Morag“-Korridor zwischen Rafah und Chan Junis unter Kontrolle bringen. Morag („Dreschflegel“) war eine der Siedlungen, die Israel 2005 räumte.

Der israelische Verteidigungsminister Israel Katz (Likud) rief ebenfalls Mittwoch die Bevölkerung im Gazastreifen auf, „jetzt zu handeln“. Die Einwohner sollten sich der Hamas entledigen und die Geiseln zurückgeben. Katz reagierte damit offenbar auf die Berichte über die Proteste gegen die Hamas.

Hamas-Kommandeur in Sidon getötet

An der Nordfront bleibt Israel ebenfalls aktiv. In der Nacht zum Freitag tötete die Luftwaffe einen Hamas-Kommandeur in der libanesischen Küstenstadt Sidon. Sie beschoss dazu eine Wohnung in einem mehrstöckigen Gebäude. Es handelte sich um einen Präzisionsschlag, denn die übrigen Stockwerke wurden kaum in Mitleidenschaft bezogen.

Nach Angaben der Armee handelte es sich bei dem getöteten Terroristen um Hassan Farhat. Er leitete den Westsektor der Hamas im Libanon. Die Armee machte ihn verantwortlich für einen Raketenangriff am 14. Februar 2024 auf einen Armeestützpunkt bei Safed. Dabei war die 20-jährige Unteroffizierin Sarah Benjo getötet worden.

Videoclip von entführtem Soldaten

Unterdessen ist am Donnerstag erstmals Videomaterial vom entführten Soldaten Matan Angerest öffentlich gezeigt worden. Darin ist zu sehen, wie er von den Terroristen am 7. Oktober auf seinem Panzer malträtiert wird.

Ein anderer Ausschnitt zeigt eine Befragung durch einen Terroristen zu seiner Person. Er antwortet zunächst auf Englisch, dann fordert der Terrorist ihn auf, seine Antworten auf Hebräisch zu wiederholen.

Angerest sagte dabei, er liebe seine Familie und hoffe auf eine baldige Rückkehr. Zudem forderte er Netanjahu zu einem Geiseldeal auf. „Ich vertraue Ihnen.“

Die Ausschnitte zeigte das Programm „Uvda“. In der Sendung traten frühere Geiseln auf, die im selben Tunnel wie Angerest, aber getrennt von ihm gefangen waren. Liri Albag und Karina Ariev erzählten, Hamas-Terroristen hätten ihnen gegenüber angedeutet, dass Angerest „an einen Ort gegangen ist, wo er nicht hätte hingehen sollen“. Dafür sei er hart bestraft worden. (df)

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7 Antworten

  1. Shalom,-An Leser in diesem Forum zum Thema gestern“Schweiz“! Ich möchte mich ganz herzlich bei allen Entschuldigen die ich angegriffen oder verletzt habe.War absolut nicht meine Absicht! Da ich in CH geboren,Aufgewachsen,zur Schule ging,einen Beruf gelehrnt und zum Militärdienst gegangen bin,weiss ich sehr gut Bescheid über CH.In diesen etwas über 20Jahre und danach(über 20J.in Israel) habe ich viel mit erlebt.Wer will kann sehr viel über CH zur Zeit des 2.Weltkrieges und danach bis heute im Internet heraus finden.CH war und ist ein grosser Schandfleck in der Geschichte.Siehe Goldkäufe,Bankskandal-Credit Suisse-Wiedergut machungsprozesse und vieles mehr.Auch Abschiebungen der Juden im Krieg! Jerusalem Fortsetzung folgt.

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  2. Shalom,-Fortsetzung-Zu Gestern-Schweiz-:1. Ich weiss das CH nicht zur EU gehöhrt.(Nach 3Abstimmungen vom Volk immer abgelehnt.)Obwohl CH ca.50%der Bestimmungen der EU übernommen hat und auch Millionenbeträge jährlich an EU bezahlt. 2.Mit CH meinte ich nicht das Volk,sondern die Regierung!Es gab und gibt bis heute Leute die offen zu der PA und Hamas stehen. Dann bitte auch googeln über CH+EU Abstimmungen!!! Und Gerry Müller von Grünen!Wenn ich in CH bin,trage ich meinen 6cm. grossen Davidstern auch nach aussen gut sichtbar und dazu ein Israel TShirt und eine Jacke mit Israelflaggesticker an beiden Oberarmen. Auch hier in DE das gleiche.In CH wurde ich schon dafür öffters angegangen,in DE noch NIE!Habe auch in fast allen Ländern in EU gelebt,teils Wochen,teils Monate Berufsbedingt (EL AL)hatte Nie Probleme! Die CH-Regierung ist Antisemitisch! Dies ist meine Meinung aus vor allem politischer Sicht. Jerusalem

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    1. Leider stellt sich die Schweizer Regierung nicht klar zu Israel. Das ist echt tragisch. Aber es gibt Menschen/Christen die Israel lieben und unterstützen und segnen.
      Es sollte viel mehr für die Landesregierungen gebetet werden.

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  3. Ist schon okay, Jerusalem, auch wenn ich meine Existenz unter anderem der Schweiz und drei heldenhaften deutschen Soldaten zu verdanken habe. Ich maße mir nicht an, über jemanden mit anderen Erfahrungen zu urteilen.
    SHALOM SHABBAT

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  4. Ich beobachte bei dieser Offensive,daß von keinen Gefallenen berichtet wird und daß immer wieder hohe Hammasleute liquidiert werden. Irgenwie ist die Lage anders,scheinbar kommt der Geheimdienst auch leichter an Informationen, als vor dem Waffenstillstand. Auch die USA fällt jetzt Israel nicht mehr so in den Rücken. Ob man so die Freilassung der Geißeln erzwingen kann wird sich zeigen. Die Nachgiebigkeit hat ja auch nichts gebracht. Vielleich verrät doch mal jemand wo die Geißeln sind. Auch auf der internationalen Bühne büßt die Hammas etwas an Zustimmung ein, die EU Länder würden auch nicht mehr alle Israelische Politiker verhaften. Es tut sich was,nur ihr eigenes Haus müssten sie halt auch in Ordnung bringen.Feinde im innern sind immer schlimmer als Feinde von außen. Ich glaube fest daran daß sie es schaffen werden.

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