Ben Shapiro, f*** dich!“ Die amerikanische Podcasterin und Influencerin Candace Owens schaut mit düsterer Miene in die Kamera. Seit ungefähr einer Minute beschimpft sie ihren ehemaligen jüdischen Chef mit degradierenden Beleidigungen. Zuvor hatte Shapiro in einer Rede für die konservative Bewegung „Turning Point USA” (TPUSA) Mitte Dezember seine ehemalige Angestellte scharf kritisiert. Er plädierte dafür, von „der Wahrheit“ zu sprechen. Owens bezichtigte er, Lügen und Verschwörungstheorien zu verbreiten. Neben persönlichen Diskrepanzen zu Owens, positionierte sich Shapiro in der Vergangenheit des Öfteren auch pro-israelisch. Beides scheint für die Podcasterin ein Anstoß zu sein.
Owens‘ Blick ist immer noch düster, als sie zum Höhepunkt ihrer Tirade ausholt. Demonstrativ hält sie das Buch „Der Talmudjude“ von August Rohling in die Kamera – eine antisemitische Hetzschrift aus dem Jahr 1871. Anstatt Shapiros Anschuldigungen zu widerlegen, führt sie ihre haltlosen Vorwürfe fort: Ein Jude glaube, sagt Owens, er habe das Recht, zu lügen, schwarze Menschen zu hassen, andere zu täuschen, und dass andere zu ihm aufschauen.
Drei von vier Juden sind Opfer
Diese Auseinandersetzung steht für einen unerbittlichen Kampf amerikanischer Influencer um Aufmerksamkeit, Deutungshoheit und den politischen Weg der USA. Eines der zentralen Streitthemen: Israel und das jüdische Volk. Besonders auffällig: Der Antisemitismus in Amerika scheint dadurch eine Art Renaissance zu erleben. Eine Studie das „Amerikanisch-jüdischen Komitees“ aus dem Jahr 2026 zeigt, dass knapp drei von vier amerikanischen Juden bereits Antisemitismus im Netz erlebt haben. Der Kampf wird in Amerika ausgefochten, steht jedoch durch die Social-Media-Bühne in Wechselwirkung mit der gesamten Welt. Die Beiträge erreichen Millionen von Zuschauern. Allein auf Instagram folgen Owens mehr als sechs Millionen Menschen.
Antisemitismus Definition
Die Antisemitismus-Definition, die dem Artikel zugrunde liegt, orientiert sich an der Internationalen Arbeitsdefinition von Antisemitismus (IHRA), die auch die Deutsche Bundesregierung übernommen hat:„Antisemitismus ist eine bestimmte Wahrnehmung von Juden, die sich als Hass gegenüber Juden ausdrücken kann. Der Antisemitismus richtet sich in Wort oder Tat gegen jüdische oder nichtjüdische Einzelpersonen und/oder deren Eigentum sowie gegen jüdische Gemeindeinstitutionen oder religiöse Einrichtungen.“ Zur Definition gehört auch dieser Satz: „Darüber hinaus kann auch der Staat Israel, der dabei als jüdisches Kollektiv verstanden wird, Ziel solcher Angriffe sein.“
Die Podcasterin ist lange nicht die einzige Akteurin, die „Juden“ zum Feindbild erklärt. Der rechts-konservative Medienschaffende Nick Fuentes beklagt ebenso einen übergroßen jüdischen Einfluss auf die USA. Beide tun dies explizit aus ihrem Selbstverständnis als Katholiken heraus. Im März behauptete Owens, Juden seien für den Zusammenbruch christlicher Nationen verantwortlich, und nun hätten sie dieses auch mit den USA vor. Antisemitische Narrative und Jesus Christus scheinen für beide in keinem Widerspruch zu stehen.
Auch „protestantische“ Akteure wie Tucker Carlson positionieren sich inzwischen extrem israelkritisch und beklagen, die USA machten nicht Politik aus eigenen Interesse, sondern für Israel. Doch nicht nur der Judenhass aus rechts–konservativen amerikanischen Kreisen ist für die Entwicklung in den Staaten verantwortlich. Antisemitische Narrative kommen aus verschiedenen Richtungen weltweit: links, rechts, islamistisch motiviert und auch durch Verschwörungstheoretiker. Die folgenden Einordnungen geben einen Einblick in die Strömungen des Judenhasses im Internet.
Von links
Der linke Antisemitismus stellt Israel als kolonialistischen, imperialistischen oder rassistischen Staat dar. Dabei werden antisemitische Stereotype auf den jüdischen Staat oder auf Israelis übertragen. Häufig geschieht dies mit Dämonisierung oder Delegitimierung Israels sowie mit der Anwendung doppelter Standards gegenüber dem jüdischen Staat. Das zeigt sich vor allem im Narrativ vom schwachen Opfer der Palästinenser und dem mächtigen Unterdrücker Israel. Gräuel wie das Hamas-Massaker vom 7. Oktober werden dadurch oftmals bagatellisiert. Besonders verbreitet ist diese Form unter Kulturschaffenden. Durch anti-israelische Kampagnen wie „Boykott, Desinvestition und Sanktionen“ (BDS) wird dies sichtbar.
Hasan Piker (X: @hasanthehun, 1,6 Millionen Follower)
Der US-Amerikaner Piker greift Juden und den Staat Israel in zahlreichen Beiträgen an. Unter anderem sympathisiert er öffentlich mit den Terror-Organisationen Hamas und Hisbollah.
Roger Waters (Instagram: @rogerwaters, 1,4 Millionen Follower)
Der ehemalige Sänger von Pink Floyd ist aktives Mitglied der anti-israelischen Kampagne BDS. Der international bekannte Brite bezeichnete Israel unter anderem in einem Instagram-Beitrag als „rassistischen Nazi-Paria-Staat“.
Von rechts
Der rechte Antisemitismus ist in rechtsextremen und völkisch-nationalistischen Ideologien verankert. Er unterstellt Juden, Politik, Wirtschaft oder Medien zu kontrollieren und die „nationale Gemeinschaft“ zu bedrohen. Häufig äußert er sich in antisemitischen Verschwörungserzählungen, der Verharmlosung oder Leugnung des Holocaust sowie der Verbreitung judenfeindlicher Stereotype.
Jake Shields (X: @jakeshieldsajj, 900.000 Follower)
Der ehemalige amerikanische Kampfsportler äußert sich regelmäßig judenfeindlich auf X. Unter anderem schrieb er: „Ich bin kein Jude (…) Heute ist ein guter Tag.“
Nick Fuentes (X: @NickJFuentes, 1,3 Millionen Follower)
Fuentes stellte mehrfach den Holocaust infrage. Der Amerikaner vertritt außerdem das Narrativ einer jüdischen Elite, die nach Macht und Einfluss strebe. In seiner Show auf der Plattform „Rumble” sprach er davon, dass sich „die Juden“ im Geheimen verschworen hätten, die Macht in Amerika an sich zu reißen. Immer wieder setzt er Israel mit der Terror-Organisation Hamas gleich.
Islamistisch motiviert
Der islamistisch motivierte Antisemitismus stellt Juden als Feinde des Islam dar. Dabei verbindet er religiöse Deutungen mit antisemitischen Verschwörungserzählungen und Feindbildern. Häufig äußert er sich in der Dämonisierung Israels, der Verbreitung judenfeindlicher Stereotype sowie in der religiösen Rechtfertigung von Hass oder Gewalt gegen Jüdinnen und Juden.
Mohammed Hijab (Instagram: @mohammedhijabofficial, 850.000 Follower)
Hijab verbreitete wiederholt antijüdische Aussagen in Sozialen Medien. Der Brite bezeichnete unter anderem „die Zionisten“ als einen „dreckigen Feind“, den es brauche, damit Muslime aus ihrem „100-jährigen Schlaf“ erwachten. Seine Podcasts erreichen auch in Amerika eine große Zuhörerschaft.
Daniel Haqiqatjou (X: @Haqiqatjou, 188.000 Follower)
Der amerikanische Muslim Haqiqatjou wertet in seinen Beiträgen regelmäßig Juden, Zionisten und Israel ab. Unter anderem schrieb er: „Der Islam erobert die Welt und alle sind eingeladen, Muslime zu werden. Christen erobern die Welt und alle sind eingeladen, Christen zu werden. Das Judentum erobert die Welt und wir alle werden Gojim-Sklaven.“ Das hebräische Wort „Gojim” heißt wörtlich „(heidnische) Völker”. Es ist eine Bezeichnung für Nicht-Juden.
Unter Verschwörungs–Theoretikern
Der Antisemitismus unter Verschwörungstheoretikern stellt eine Sonderform dar. Verschwörungstheorien finden sich in nahezu allen Erscheinungsformen des Antisemitismus wieder. Dennoch existieren zusätzlich Interessengruppen, die sich auf das generellen Verbreiten von Verschwörungstheorien konzentrieren. Juden wird von dieser Gruppe oftmals übermäßige Macht zugeschrieben sowie ein angeblicher Einfluss auf globale Ereignisse.
Candace Owens (Instagram: @realcandaceowens, 6,3 Millionen Follower)
Neben antisemitischen Verschwörungstheorien verbreitet Owens auch eine Vielzahl anderer Verschwörungsnarrative. So sei die Ehefrau des französischen Präsidenten, Brigitte Macron, ein Mann. Ihre Videos sind zwar politisch und religiös aufgeladen, doch ihr stetig wiederkehrender Fokus liegt auf diversen Verschwörungserzählungen.
Das Bild zeigt einen amerikanischen YouTuber, der sich in einem Reaktionsvideo über Owens empört.
Stew Peters (X: @realstewpeters, 935.000 Follower)
Neben der Vorstellung einer flachen Erde verbreitet Peters regelmäßig antisemitische Narrative. Auch er fokussiert sich in seinen Beiträgen auf das Verbreiten unterschiedlichster Verschwörungserzählungen. In einem Beitrag schrieb der US-Bürger: „Wenn du nicht glaubst, dass wir von Israel und der jüdischen Lobby/Mafia gesteuert werden, dann bist du ein Idiot und belügst dich selbst.“
Online-Antisemitismus in Deutschland
Ein entscheidender Multiplikator für antisemitisches Verhalten im Internet war das Hamas-Massaker gegen Israel am 7. Oktober 2023. In der Folge stieg der Online-Antisemitismus weltweit deutlich an – auch Deutschland blieb davon nicht verschont.
Der im Juni erschienene Jahresbericht 2025 der Forschungsstelle RIAS liefert Zahlen zur Entwicklung in der Bundesrepublik. Demnach ereigneten sich in diesem Jahr mehr als 2.000 antisemitische Vorfälle online. Morddrohungen seien dabei keine Einzelfälle.
Der Bericht beschreibt unter anderem den Fall einer Jüdin, die über Facebook wiederholt bedroht wurde. Ein Nutzer schickte ihr unter anderem das Bild einer Zyklon-B-Dose und schrieb dazu: „Noch auf Lager.“ Zyklon B war das Giftgas, mit dem die Nationalsozialisten Juden in den Konzentrationslagern ermordeten.
Das tödlichste Jahr
Doch nicht nur online schlägt sich der Judenhass nieder. Auch in tatsächlichen Angriffen zeigt sich, was online beobachtet werden kann. Der kürzlich erschienene J7–Bericht des „Arbeitskreises großer Gemeinschaften gegen Antisemitismus“ liefert erschreckende Zahlen. Das Jahr 2025 war somit das tödlichste seit drei Jahrzehnten für Juden in der Diaspora. Die Studie untersucht judenfeindliche Vorfälle in den sieben Ländern mit der größten jüdischen Bevölkerung, Israel ausgenommen. Mit dabei sind die USA, Deutschland und Großbritannien. In Amerika gab knapp jeder neunte Jude an, bereits in einer Bildungseinrichtung Antisemitismus erlebt zu haben. Jeder fünfte verzichtet seit dem 7.Oktober darauf, explizit jüdische Kleidungsstücke in der Öffentlichkeit zu tragen.
Die aktuelle Popularität von Judenhass ist unter anderem ein Produkt der Sozialen Medien. Etwa in Podcastformaten können Influencer durch Millionenreichweite einflussreich Hass schüren. Sie müssen keine journalistischen Standards erfüllen, da ihre Aussagen in den meisten Fällen durch die Meinungsfreiheit legitimiert sind.
Fünf Prinzipien
Shapiro erkannte dieses Problem auch. In seiner eingangs erwähnten TPUSA-Rede nennt er fünf Pflichten, die Medienschaffende erfüllen sollten, damit sich die USA in eine gute Richtung entwickeln könnten: die Wahrheit sprechen – aufgrund von Prinzipien sprechen und nicht aufgrund von Gefühlen – für die eigenen Taten Verantwortung tragen – Beweise für Behauptungen liefern – und die Pflicht, nicht nur zu kritisieren, sondern auch Lösungen anzubieten.
Candace Owens ist indes mit ihrer Verunglimpfung von Juden fast am Ende. Mit dem Buch „Der Talmudjude” in der Hand gibt sie ihren Zuschauern noch einen Ratschlag: Jeder, der die Wahrheit über „Juden“ erfahren wolle, solle das Buch von August Rohling lesen.
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96 Kommentare
Was mir nach der Lektüre dieser Horror-Aufzählung als erstes einfällt, ist eine Replik aus dem Film „Les tontons flingueurs“ : „les cons, ça ose tout, c’est même à ça qu’on les reconnaît“ (Deppen trauen sich alles, genau daran erkennt man sie). Man kann nur fassungslos mit den Ohren schlackern. Meine Oma hätte gesagt „dumm geborn und schepp geschockelt“.
Das stimmt, aber besser wird es dadurch auch nicht – Ratlosigkeit nimmt zu – ODER?
Lieber Gruß Martin
Und bem schockeln nunter und ofs Hirn falln
SHALOM
Die Überschrift bringt es auf den Punkt: „Im Hass vereint“.
Hass und das Böse sind untrennbar mit einander verbunden, der Urheber und förderer dieses Übels ist der Teufel – er ist der Vater der Lüge – mit dem der Hass und das Böse arbeiten.
Menschlich ist diesem Übel jedoch nicht beizukommen, wie die Statistiken eindeutig unter Beweis stellen – dieses Übel gedeiht wie Unkraut.
Lieber Gruß Martin
@Untertan
Und wir, Ernesto, unser Gärtner vor allem, werden dieses Unkraut bekämpfen, weil wir Israel lieben.
Candace Owens ist einfach nur verrückt, leider erreicht sie mit ihrem aggressiven, sinnlosen Geschwätz viele Menschen. Dass man sich manch über einen Chef sich ärgert ist normal, aber dass man diesen in Verbindung mit seinem Glauben pausenlos über soziale Medien beschimpft ist krank.
Nachtrag: An Ute Engels: Mir machen alle extremistischen und fanatischen Menschen Angst. Aus welcher Ecke sie auch kommen. Ob aus der religiösen Ecke oder sonst einer anderen ideologischen Ecke.
Danke für diesen Beitrag Herr Biefel. Podcaster, Youtuber, Influenza, Medienschaffende (neue Bezeichnung für Schauspieler), die nichts anderes gelernt haben, als sich selbst zu präsentieren, beherrschen dieses Thema. Und leider fährt die ganze Welt drauf ab. Arye Sharuz Shalicar beschreibt das seit Jahren und hat diesen Judenhass selbst erlebt. Zuerst einer der ihren unter Einwanderern, macht er den „Fehler“ sich als Jude zu outen. Fortan wird er gehasst, ich empfehle seine Bücher.
Ob klassisch rassistisch, antizionistisch, durch christlich religiöse Vorurteile oder solchen, die sich antisemitisch instrumentalisieren lassen, der Hass auf Juden ist tief verwurzelt, oft auch als Israelkritik getarnt. Ich hätte niemals gedacht, dass wir 3 Generationen nach der Shoa in DE solchen Antisemitismus erleben. Zu Ihrem Artikel Herr Biefel passt das, was wir im vergangenen Jahr hier in DE erlebten: Juden zusammenschlagen, das Einkaufen verwehren, ihnen mit dem Tod zu drohen. Im Übrigen haben wir in DE nicht nur Schauspieler, die sich offen gegen Juden stellen. Auch Blogger wie Tilo Jung oder sogenannte Nah-Ost Experten wie Kristin Helberg erreichen mit ihrer israelfeindlichen Haltung immer wieder viel Applaus. Umso wichtiger liegt es an uns, dem immer wieder klar und so oft als möglich entgegenzutreten.
Liebe Ella, was schlagen Sie vor: „Umso wichtiger liegt es an uns, dem immer wieder klar und so oft als möglich entgegenzutreten.“
Lieber Gruß Martin
@Untertan
Das muss im Prinzip jeder für sich selber entscheiden. Ich persönlich fahre mein Auto mit dem „Herz für Israel“ drauf, ich widerspreche Leuten mit antisemitischen Aussagen in meinem Umfeld, ich eigne mir Wissen an und zeige Solidarität mit jüdischen Menschen.
Insgesamt brauchen wir noch mehr Aufklärungsarbeit an Schulen, so wie Herr Mansour das tut, beherztes Eingreifen bei Vorfällen, die wir miterleben, auf jeden Fall weniger Schweigen und das Gebet für die Juden.
Lieber Gruß Ella
Liebe Ella, ich glaube, dass es richtig ist, was Sie schreiben, und auch ich würde eingreifen, wenn es zu antisemitischen Übergriffen kommt, jedoch glaube ich nicht, dass diese Bemühungen dazu beitragen, dass der Antisemitismus erfolgreich zurückgedrängt werden kann.
Menschlich ist dieses „Problem“ nicht zu lösen. Wir erleben, dass die Bemühungen Antisemitismus zu bekämpfen, ständig erweitert werden, und die Statistiken zeigen uns, dass die Fallzahlen überproportional ansteigen.
Die meisten Stolpersteine sind in Berlin verlegt, ca. 12.000 – und der Antisemitismus gedeiht hier besonders „gut“.
Ich glaube, dieses Problem kann nur mit den richtigen „geistlichen + biblischen“ Fragen beantwortet werden.
Auch Ihnen ein schönes WE., lieber Gruß Martin
@Untertan
Lieber Martin,ich gebe Ihnen Recht und muss sagen,Berlin ist ein Moloch. Und der Antisemitismus gedeiht hier wirklich besonders „gut“. Und wissen Sie warum das so ist? Berlin ist groß und anonym. Das Schlimmste aber ist,hier wird alles toleriert. Nichts hat Konsequenzen. Zu wenige,die dagegen halten. Die Leute machen zu lassen und nichts dagegen zu unternehmen ist ein schwerer Fehler. Was wird denn gegen die Pali-Demos unternommen? Nichts. Wer ist am Schluss der Dumme? Der Polizist,der versucht eine Regel durchzusetzen. Alle haben Angst vor Sonntag,wenn in Sachsen-Anhalt Wahlen sind. Wegen der AFD. Wissen Sie weswegen die Leute sich wirklich Sorgen machen sollten? Um die Wahl bei uns am 20.09. in Berlin. Die Linke steht ganz weit vorne. Und damit auch der Antisemitismus. Glauben Sie mir. Nein,den Mund halten ist nicht gut. So kann sich das alles richtig ausbreiten. Wie ein böses Geschwür.
Viele Grüße aus Berlin,Manu
Liebe Manu, schön von Ihnen zu lesen.
Berlin ist nicht nur unsere Hauptstadt, sondern auch die Stadt, wo die Gottlosigkeit sehr gut gedeiht. Je mehr die Regierungen nach links u.rechts schwenken, um so gottloser und um so besser gedeiht Antisemitismus und andere antigöttliche Einstellungen. Ich sagte ja auch nicht, dass wir alle den Mund halten sollen – ich glaube jedoch, dass auch Sie diesen Antisemitismus nicht aufhalten werden können. Deutschland + Berlin braucht eine kraftvolle Gemeinde Jesu, die Gottes Wort ernstnehmen, ihn mehr als alles andere lieben. Leider sind auch viele Gemeinden im Abfall, weil Gottes Wort willkürlich ausgelegt wird, Sünde und das Kreuz nicht mehr gepredigt werden.
Menschlich können diese finsteren Mächte nicht besiegt werden, dass geht nur in der Kraft des auferstandenen Herrn Jesus Christus.
Lieber Gruß zu Ihnen aus der Nähe Mönchengladbach, Martin
@Untertan
Martin, auch richtige geistliche und biblische Fragen bedürfen einer Antwort, die nur Gott geben kann. Bemühen wir uns also, jeder an seinem Ort, dem Hass etwas entgegenzusetzen. Und da wir Antisemitismus nicht besiegen, wohl aber dagegen ankämpfen können, tun wir unser Bestes. Und dann vertrauen wir darauf, dass Gott siegt. Ich lebe im beschaulichen BA-Wü. In Berlin, gebe ich zu, würde ich mit dem Israelaufkleber auf dem Auto wahrscheinlich nicht durch die Gegend fahren.
Schönes Wochenende, Ella 🙏🇮🇱
Shalom, liebe Manu. Vor zwei Tagen veröffentlichte der Autor Stefan Dietl in der Jüdischen Allgemeine einen Artikel mit dem Titel (Wie antisemitisch ist die AfD?).
Ich würde diesen Artikel jedem empfehlen, der glaubt, die AfD würde angeblich jüdisches Leben in Deutschland schützen.
Um es gleich vorwegzunehmen: Es gibt Abgeordnete der Linken, die das Existenzrecht Israels faktisch infrage stellen und das Land als „koloniales und rassistisches Staatsprojekt“ diffamieren.
Andererseits gibt es jedoch prominente AfD-Politiker, die wiederholt die deutsche Erinnerungskultur angreifen. Bekannte Beispiele hierfür sind Äußerungen, die den Nationalsozialismus verharmlosen (etwa die Bezeichnung als „Vogelschiss“ der Geschichte) oder das Holocaust-Gedenken als „Schuldkult“ herabwürdigen. In verschiedenen Landtagen hat die Partei zudem Kürzungen der Fördermittel für Holocaust-Gedenkstätten gefordert.
Narrative über eine geheime, globale Finanzelite sind in der Rhetorik der AfD weit verbreitet. Dabei werden häufig antisemitische Codes und Konzepte wie der „Great Reset“, die „Neue Weltordnung“ oder der gezielte „Bevölkerungsaustausch“ verwendet. Der jüdische Milliardär George Soros wird in diesem Zusammenhang oft als Feindbild instrumentalisiert.
(Fortsetzung folgt)
(Fortsetzung)
Ich bin niemand, der anderen vorschreiben möchte, welche Partei sie unbedingt wählen müssen – das liegt nicht in meiner Natur. Ich möchte jedoch auf die Gefahren hinweisen, die von bestimmten Parteien wie der AfD und der Linken ausgehen, und den Menschen die Möglichkeit geben, zu überdenken, ob sie diese wirklich wählen wollen.
Wie gesagt: Weder die AfD noch die Linke werden einen positiven Wandel herbeiführen. Die Situation für jüdisches Leben in Deutschland würde sich unter beiden Parteien erheblich verschlechtern.
LG aus München nach Berlin und einen schönen Samstagabend – bzw. schönen Sonntag.🙋🏻♂️
Lieber Gideon, ich möchte noch einen Schritt weiter gehen, keiner Partei in Deutschland wird es gelingen den Antisemitismus zurückzudrängen. Die Gottlosigkeit an allen Fronten, bei allen Menschen nimmt zu, so gewinnt der „Feind“ (Gegenspieler Gottes), an Kraft, und sein Ziel ist es alles, überall auf der Welt zu vernichten, was dem allmächtigen Gott lieb und heilig ist. Sein jüdischen Eigentumsvolk und die Gemeinde. Der so hoch gelobte gute Mensch, wird erkennen müssen, dass er doch nicht so gut ist, sondern ganz schön schwach.
Lieber Gruß Martin
Ganz schönes Durcheinander. Eigentlich bleibt nur die CDU zu wählen (trotz aller Enttäuschungen und eventueller Wut), da sie nicht nur von Linken, sondern jetzt auch von der AFD bekämpft wird. Der Umgang mit der AFD, der Kampf gegen Rechts, gleich nach der Gründung war grundfalsch und wurde auch von hochrangigen Politikern als Gefahr angesehen. Denn genau das hat die AFD doch erst großgemacht. Offensichtlich waren allesamt zu dämlich, die Gründe (Sachthemen) für den Zulauf zu analysieren und dementsprechende Korrekturen in den jeweiligen Regierungen vorzunehmen. Diesen Vorteil in unserer Demokratie hat man fahrlässigerweise verstreichen lassen. Man sehe sich jetzt hier beispielsweise die Verspargelung der Landschaft durch Windkraftanlagen, hin bis kurz (wenige Hundert Meter) vor die Haustür an. Sicher sollen regenerative Energien eine wichtige Rolle spielen, aber bitte in einem sinnvollen Energiemix. Die 100%-Ideologie insbesondere bei den Grünen war der größte Fehler, der den Menschen auf dem Land, der Natur und auch der Industrie großen Schaden zugefügt hat.
Zurück zum Thema.
Für die hier lebenden Juden kommt die größte Gefahr vom Linksextremismus und vom Islamismus bzw. von Menschen die dem anhangen. Beides haben wir hier reichlich.
Eine weitere „Hundepfeife“ dieser ist das Wort „Landraub“ (Israel). Dahinter schaaren sich zusätzlich alle „Dummköpfe“, die von Geschichte keinerlei Ahnung haben.
Es ist nicht möglich, Israels Existenzrecht zu bejahen und ihm gleichzeitig das Leben im historisch engst verbundenen Judäa und Samaria (Westjordanland) abzusprechen.
@ Ella. Ja, der Herr Mansour hat das auch sehr gut gemacht. Ich habe den Artikel über einen Schulbesuch von ihm in der JA gelesen. Ich wünsche Dir, Deiner Familie und Deinem Enkel noch einen schönen und gesegneten Schulanfang.
Liebe Grüße
Eleonora
PS: Ich lese und verfolge noch immer fleißig alles mit, muss aber Prioritäten setzen, damit Wichtiges nicht vernachlässigt wird. Es ist halt etwas dazu gekommen in meinem Leben, das viel Zeit kostet.
@Eleonora
Vielen Dank Eleonora. Ich hoffe, du hattest einen erholsamen Urlaub. Es ist schön, wenn du hier mitliest und schreibst. Aber du musst natürlich auf dich und deine sonstigen Verpflichtungen achten. Zeit kann ich dir nicht schenken, aber ich wünsche dir zu all deinem Tun Gottes Segen.
Liebe Grüße Ella 💝
@ Gideon Lahav und Lothar
Ich stimme in allem vollumfänglich zu. Gut auf den Punkt gebracht!
Liebe Ella,
du hast so recht, Widerstand und Kampf gegen Antisemitismus muss nicht laut und spektakulär betrieben werden. Viel effektiver ist es, im Alltag Haltung zu zeigen und sich zu positionieren. Und das kann auch durch vermeintlich kleine Gesten oder das Sich-Abwenden geschehen, wenn sich antisemitische Hetze offenbart. Wichtig ist, Antisemitismus keine Bühne zu bieten.
Ja, im Hass vereint. Wir haben nächste Woche Beginn Neujahr 5787. Ich rege mich heute vor Shabbat nicht auf über das antisemitische Pack. Wünsche allen ein gesegnetes Wochenende. Shabbat Shalom.🇮🇱✡️💙
Guter Vorschlag, Am Israel chai, ich schließe mich an.
SHABBAT SHALOM
Hier haben Sie vollkommen Recht. Ich wünsche Ihnen ein schönes Neujahrsfest 5787.
Vielen Dank für den ausführlichen Bericht. Vielleicht hilft dieser Fahrplan auch hier bekannten Kontraforisten, sich besser einordnen zu können.
Eine kostenlose Persönlichkeitsanalyse.
Und danke, dass Sie gleich am Anfang Ihres Artikels „Christen“ in Anführungszeichen gesetzt haben.
Gräuel wie das Hamas-Massaker vom 7. Oktober und, wir erinnern uns , das vom 5. September 1972 (Münchner Olympia-Attentat) werden von linken Antisemiten bagatellisiert, sogar gebilligt.
Darf man hier nicht schreiben, welcher Kommentator auf Israelnetz Israelhass und Antisemitismus vertritt? Einer tut sich besonders hervor: „Blub“. Ich erwarte Veröffentlichung.
Den kommentiere ich nicht mehr, weil es sich nicht lohnt, von dem kommt immer nur das gleiche Zeugs, und das wird fad.
SHABBAT SHALOM
@Gunther
Es wurde uns letztens ans Herz gelegt, Blub nicht mehr zu rufen. Daran halte ich mich! 😉
@Ella
🤭🤭🤭😅
@ Ella. Es ruft keiner Blub. Aber stellt fest, dass er immer dann schweigt, wenn er seine eigene Klientel mal kritisieren müsste. Und dann grundsätzlich schweigt. Und diese Frage muss erlaubt sein.
@Gunter
Bei Ihnen ist mir aufgefallen, dass Sie bisher nicht in der Lage waren, einen längeren vernünftigen lesbaren Kommentar abzugeben.
Ich mache den Vorschlag, den angeblichen „Israelhass- und Antisemitismusverbreiter“ anzuzeigen. Damit wäre es Ihre Rolle, das punktgenau zu beweisen. Zu belegen! So lange, wie Sie es nicht beweisen wollen, halten Sie sich zurück.
Ebenso hat eine andere Dauerpräsente Dame hier kürzlich Blub 2 x textlich als Antisemit bezeichnet.
Nur, um wieder spiegelverkehrt an die sprachliche Ächtung von Juden während der Weimarer Zeit zu erinnern, die sich ebenfalls nicht wehren konnten.
D. J. Vance hat vor einigen Monaten öffentlich lesbar geäußert: Selbstverständlich könne man Israel’s Politik kritisieren, wie jeden anderen Staat auch. plupp!
Ich bitte auch um Veröffentlichung, huu.
@Brigitte
Wie sind Sie denn wieder drauf? Wollen Sie jetzt entscheiden wer hier was schreiben darf? Und was heißt hier beweisen? Soll Blub doch beweisen. Kann er nicht. Er wurde doch oft genug aufgefordert. Was tut Blub dann? Hüllt sich in Schweigen. Mann, Mann Brigitte, ich muss mich echt wundern.
Aber ich wünsche Ihnen trotzdem einen schönen Abend! 🇮🇱🇮🇱
Was Sie als Schweigen bezeichnen, bezeichne ich als Zensur. Wenn nach zwei Versuchen sachlicher Argumentation mein Beitrag noch immer nicht veröffentlicht wird, während Beiträge (Dina) in denen den Palästinensern das Existenzrecht abgeschrieben wird freigegeben werden, vergeht einem eben die Lust das ganze ein drittes mal zu verfassen.
@ Brigitte
Im letzten Absatz sprachen Sie vermutlich vom Politiker J. D. Vance und nicht von einem DJ, der in einem Club auflegt?
Und was verstehen Sie unter einem „längeren vernünftigen lesbaren Kommentar“? Einen Kommentar von der Art, wie Sie ihn zu schreiben pflegen?
Und im Übrigen, wenn ich der Meinung bin, jemand verbreite Israelhass und Antisemitismus, wieso sollte das dazu zwingen, denjenigen sofort zu verklagen und „Beweise“ vorzulegen? Da wäre mein Leben angesichts des derzeit inflationär grassierenden Antisemitismus aus den vielfältigsten Schmuddel-Ecken unserer Gesellschaft so ausgefüllt, dass ich meinen Beruf aufgeben müsste, um diese Herausforderung zu stemmen. Was aber nicht bedeutet, dass ich mich ansonsten in meiner Bewertung zurück halten sollte.
Besonders krude empfinde ich jedoch Ihre folgende Entgleisung:
“ Nur, um wieder spiegelverkehrt an die sprachliche Ächtung von Juden während der Weimarer Zeit zu erinnern, die sich ebenfalls nicht wehren konnten.“
Sie setzen allen Ernstes Menschen, denen meiner Ansicht nach Antisemitismus vorgeworfen werden kann/muss, mit der Ächtung der Juden gleich?! Und begehen dabei noch den peinlichen Fehler der falschen zeitlichen Einordnung??? Die Weimarer Republik endete mit der Machtergreifung Hitlers bzw. der NSDAP, also 1933. Die Ächtung der Juden, sprachlich und weit darüber hinaus, dauerte noch etwas weiter an – oder etwa nicht?
Wer sich hier etwas mehr zurück halten sollte, steht für mich außer Frage.
@ Manu. Ich mache mir um beide Wahlen Sorgen, sowohl in Berlin als auch in Sachsen Anhalt. Ich kann weder die AfD noch die Linke ab.
Liebe Grüße
Eleonora
@ Ella. Liebe Ella. Zu: Jeder an seinem Ort.
Diesem ganz plumpen hasserfülltem wie oben im Artikel genannten Antisemitismus mit all den Lügen und Verschwörungserzählungen bin ich in meinem Umfeld noch nicht begegnet. Aber mit dem Krieg hatten viele ihre Schwierigkeiten. Ich bin in diesen Gesprächen immer wieder gescheitert fürchte ich. Ich habe versucht zu erklären und ein längeres Gespräch darüber zu entwickeln. Auch schriftlich. Es ist mir nicht gelungen. Instagram, Facebook und so weiter, da mache ich nirgends mit. Gut, ich war noch nie der gute Redner oder Schreiber.
Liebe Grüße
Eleonora
@Liebe Eleonora,
Du musst nicht gut reden können. Du kannst auch die Zeitschrift Israelnetz weitergeben oder auf Fokus Jerusalem, Israel Heute und Times of Israel verweisen, damit deine Gesprächspartner anderes lesen und hören können, als in der breiten Öffentlichkeit. Ich rate dir aber auch nur das zu sagen, was du sicher weißt. Nichts ist schlimmer, als dass andere dich fertigmachen können, weil du dir unsicher bist. Dann lass es lieber! Oder du nimmst dir jemand an die Seite zur Unterstützung. Früher sind wir mit dem Jugendkreis auf die Straße gegangen und haben zur Mission (Ulrich Parzany) eingeladen. Da habe ich immer Gott gebeten, er möge mir in den Mund legen, was ich sagen soll. Das hat mir geholfen.
Ganz liebe Grüße Ella
Hallo Ella, „Früher sind wir mit dem Jugendkreis auf die Straße gegangen und haben zur Mission (Ulrich Parzany) eingeladen.“ Das haben wir in Würzburg auch gemacht, aufregend aber der Herr Jesus war auch da treu.
Lieber Gruß Martin
@Untertan
Bei „Pro Christ“, bin sogar damals einen Smart gefahren. War toll. Alles hat seine Zeit. Jesu Treue ist zeitlos.🛐
@Untertan
Ernesto, unser Gärtner, war mal in Würzburg um Deutsch zu lernen. Die schönste Stadt Deutschlands, sagt er, aber er kennt nur Würzburg.
@ Ella. Ich gebe eigentlich alles weiter, was ich über Israel gelesen habe. Seit dem es die öffentlichen Bücherschränke gibt, wo sich jeder etwas nehmen kann. Oder ich verschenke es. Besonders Bücher von israelischen Autoren, die in diesem Land leben und zuhause sind. Das Problem war dann auch mehr, dass Gespräche schnell abgewürgt wurden, weil meine Gesprächsteilnehmer dann einfach auch kein Interesse hatten, mehr darüber zu erfahren. Es herrscht sehr viel Unwissenheit. Man muss sich halt auch Wissen aneignen. So wie es Herr Mansour auch den Kindern in der Schule empfohlen hat. Weil mich das alles so bewegt hat in den letzten Jahren, da hat es dann auch weh getan, dass ich dann auch nicht mal ein längeres Gespräch mit ihnen führen konnte.
LG Eleonora
@Eleonora
Sei nicht zu sehr traurig. Aber das ist ein Phänomen, das es überall gibt. Für mich ist es auch schwer Leute dafür zu begeistern oder wenigstens Interesse zu wecken. Deshalb bin ich ja froh über IN. Ich packe immer meine Israelnetzhefte in die Bücherzelle,wenn ich sie gelesen habe. Manche behalte ich auch. Sind dann auch ziemlich schnell weg. Einen Menschen konnte ich begeistern. Den Busfahrer aus unserer Buslinie. Der fragt auch immer ganz viel. Hat sich auch schon Bücher empfehlen lassen. Die gebe ich nicht weg. Irgendwann triffst du bestimmt jemanden,mit dem du dich austauschen kannst. Nur nicht über’s Knie brechen. Nicht aufdrängen. Die Leute kommen von ganz allein. Wie der Busfahrer. Eine ganz andere Haltestelle,wo ich nie einsteige. Seine Frage: hast du dich verlaufen? Nee,hab ein Buch aus der Buchhandlung abgeholt. Welches? Und so weiter. Und dann fing er beim nächsten mal an zu fragen. Einige konnten mithören. Das ergibt sich. Vielleicht mal im Supermarkt,im Café, egal. Wird sich schon finden.
Einen schönen Sonntag dir noch!🇮🇱🇮🇱🙋🏻♀️
Manu
Der Versuch unrecht als recht darzustellen hat also auf taube Ohren gestoßen? Sowas aber auch.
Meinem Mathe Professor wollte ich auch mal erklären das 2+2 eigentlich 5 ist und nicht 4. Konnte auch nicht zu Ihm durchdringen, warum auch immer.
@Blub
Wahrscheinlich, weil im Doktorandum mehr verlangt wird, als 2+2 zusammenzuzählen.
@Ella
👍👍👍👍👍👏👏👏👏
@ Ella
😂
3. Grundschulklasse der Al Kuwait Schule (direkt der PA unterstellt):
Aufgabe im Matheunterricht: Erstelle eine Textaufgabe zum Thema Gazakrieg mit der Formel 9×150.
Die Schüler waren durchaus kreativ, u.a. fand sich folgende Lösung
Mind. 150 Israelis wurden an einem Tag getötet. Wie hoch war die Zahl der Toten in 9 Tagen. (Anmerkung des Lehrers: Ausgezeichnet, Möge Allah dich beschützen. )
Veröffentlicht hat es die Schule übrigens auf Facebook. Vielleicht war es ja der Nachweis für die PA, dass die Kinder linientreu unterrichtet werden.
Mit Ihrer Lösung 2 x 2 = 5 hätten Sie bestimmt von der Lehrkraft auch noch eine Belobigung erhalten. Vor allem mit der Begründung: 2 tote Palästinenser x 2 Tote Palästinser = 5 tote Palästinenser. Entspricht ja auch dem Rechenweg des pal. Gesundheitsministeriums, dem Sie ja jede Zahl glauben.
@Christin
👍🏻👍🏻 Ich merke, du kennst diese Rechenaufgaben der PA auch. Die fand ich echt krass. Aber juckt wohl keinen, vor allem die Geberländer nicht, da wird ja immer schön von Reformen geredet.
@Blub
Ups. Da ist bei Ihrem Post ja eine ganze Menge schiefgegangen. Es wäre schön, wenn Sie das korrigieren könnten. Ich verstehe nämlich gar nichts davon.
@Rts
Ich nehme an, dass Blub mit seinem Post Eleonora demütigen wollte, die schrieb, dass ihre Gespräche schnell abgewürgt würden, weil ihre Gesprächsteilnehmer oft einfach kein Interesse hätten. 🤷♀️ LG Ella
@Blub
Sie haben bestimmt nicht die besten Universitäten besucht.
Ein Bericht für die Seele aller Israelfreunde, da kann man sich so richtig als Opfer der rundherum bösen restlichen Welt betrachten. (Ironisch gemeint). Aber um der Diskussion willen möchte ich ein wenig „Wasser in den Wein gießen“. Wenn der Schreiber formuliert „Der entscheidende Multiplikator für antisemitisches Verhalten im Internet war das Massaker am 7. Okt. … In der Folge…“, dann lässt er typischer Weise einen wichtigen Aspekt, nämlich das harte Vorgehen Israels als Grund, vollkommen außen vor. Man kann ja der Meinung sein, dass Israel keine andere Wahl hatte und alles richtig gemacht hat, aber so sehen das eben nicht alle. Insofern ist der ganze Bericht doch sehr einseitig.
Und nachdem einige Blub erwähnten, möchte ich behaupten, dass die meisten Israelfreunde nur über in „herfallen“, egal was er geschrieben hat und ohne darüber nachzudenken, ob sein Einwand aus „nichtisraelischer“ Sicht gerechtfertigt sein könnte. Es kommt mir manchmal vor wie bei D. Trump:
Andere immer erniedrigen, dann braucht man auf Argumente gar nicht nehr eingehen.
Ich bin „bei“ Israel gegen die Hamas und gegen die Hisbollah aber ich behaupte auch Israel betraubt Landraub. Damit bin ich wohl einer dieser „Christen“. Shalom
@Reinhard
1. Ich beurteile nicht, was für ein Christ Sie sind Reinhard. 2. zu Ihrer Schorle:
Herr Biefel hat ausgelassen, dass das harte Vorgehen Israels in Gaza der Grund für den sprunghaft angestiegenen Antisemitismus ist? Ihr Ernst? Ihr Freund Blub hat sich letztens beschwert, warum man unschuldige Zivilisten in Gaza bestraft für das von Hamas angerichtete Massaker. Nun denn, frage ich Sie: Wieso bestraft alle Welt voller Hass die unschuldigen Zivilisten Israels für das Vorgehen der Armee und der Regierung? Die Zivilisten, Babys und Kibuzzbewohner haben genauso wenig wie die Zivilisten in Gaza Schuld, oder? Obwohl, die Israelis haben keine Süßigkeiten verteilt und keine Gazaner als Geiseln genommen! Unschuldiger kann man nicht sein. Die einzige Schuld ist, Jude zu sein!
Ihr Kommentar sagt mir, Sie halten Israel für schuldig und verantwortlich für den Konflikt und DAS halte ich für einseitig von Ihnen beschrieben.
Sie möchten Blubs antisemitische Haltung gerne verteidigen? Wer erniedrigt hier wen? Obwohl ich ihm wiederholt schrieb, das Leid der Palästinenser anzuerkennen, die Taten der extremen Siedler zu verurteilen, wirft er mir (wie täglich grüßt das Murmeltier) Menschenverachtung vor. Blub hat noch nie ein Wort „für die unschuldigen Israelis“ geschrieben, im Gegenteil, er fragt, was es Positives gäbe. Und auf solche Argumente soll ich höflich eingehen? Tut mir leid, ist mir zu einseitig und unverschämt dazu. Man kann Israel kritisieren, aber Antisemitismus ist etwas anderes und Israelhass auch.
Shalom Ella
@ Reinhard. Wenn Juden überall auf der Welt angefeindet, verprügelt, wegen ihrer Kleidung angegriffen werden usw. , dann hat das nichts mit der Politik zu tun. Weil die meisten von ihnen gar nicht in Israel leben. Sie sind in den entsprechenden Ländern wohnhaft, sogar oft in diesen Ländern geboren worden. Vielleicht haben einige nur Verwandtschaft in Israel. Was haben Juden in einer Synagoge, weltweit fern von Israel, mit der Politik Israels zu tun? Warum müssen die Synagogen überall so stark bewacht und geschützt werden. Das ist ein so bedrohlicher Anstieg. Und das ist unentschuldbar. Auch einen israelischen Reisenden hat man nicht zu belästigen und in Ruhe zu lassen. Keiner von ihnen ist Politiker. Wenn wir Deutschen ins Ausland reisen, dann wollen wir auch nicht wegen unserer Politiker verprügelt oder belästigt werden. Oder auf einem Schiff sitzen und nicht an Land gelassen werden. Ich könnte noch endlos fortfahren mit den Übergriffen, die nur aus Hass generell auf Juden geschehen.
LG Eleonona
@Reinhard
„Und nachdem einige Blub erwähnten, möchte ich behaupten, dass die meisten Israelfreunde nur über in „herfallen“, egal was er geschrieben hat und ohne darüber nachzudenken, ob sein Einwand aus „nichtisraelischer“ Sicht gerechtfertigt sein könnte.“
Das wundert mich aber, was Sie schreiben. Fast alle Antworten auf Blubs Äußerungen sind fachlich belegt und fast alle seine Äußerungen als falsch oder zumindest einseitig nachgewiesen.
Interessant ist in diesem Zusammenhang, dass er auf konkrete Fragen abschweift und andere Themen anspricht oder gar nicht antwortet. Das ist vermutlich der Grund, warum einige Foristen keine Lust mehr auf einen Austausch haben. Das bemängeln Sie als „über ihn herfallen“.
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„ … dann lässt er typischer Weise einen wichtigen Aspekt, nämlich das harte Vorgehen Israels als Grund, vollkommen außen vor.“
Ich kann das durchaus nachvollziehen, wenn man sich die Zeitreihe ansieht. Das antisemitische Verhalten war schon vor dem harten Vorgehen der IDF vorhanden. Und es gab schon Jubel-Demos direkt am Tag nach dem Massaker, also vor dem Einsatz der IDF. Recherchieren Sie bitte.
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Genauso, wie ich Ihre Sätze analysiere, wird das auch bei Blub gemacht. Es wird also nicht über ihn hergefallen. Okay?
@Reinhard
Um an die oben genannten „Christen“ und deren antisemitischen Narrative heranzukommen, müssten Sie sich aber noch etwas anstrengen.
@Gideon Lahav
Ich antworte hier unten,da bei dir keine Kommentarfunktion ist. Ich weiß das alles. Ist mir doch bekannt. Aber leider bin ich mit der Frage,was soll ich wählen überfordert. Man kann sich entscheiden zwischen Pest und Cholera. Was ist dazwischen? Nur die Option nicht wählen zu gehen. Das wäre auch nicht gut. Heute ist ja in Sachsen-Anhalt Wahl. CDU hat gute Wahlwerbung gemacht. Mal sehen,ob es was bringt. Ich hab noch Zeit bis zum 20.9. Aber ich danke dir für deinen Kommentar. Ich grüble wirklich Tag und Nacht über das Thema. Das kannst du mir glauben. Die anderen Parteien haben wirklich alles falsch gemacht und treiben so viele Wähler in die Arme der AFD. Und diese Wähler sind nicht unbedingt straff rechts oder antisemitisch. Wenn ich an die Abendschau gestern denke,da wollen die Linken die S-Bahn enteignen. Die wollen alles enteignen.Und hier in Berlin haben sie großen Anklang. Und der Antisemitismus ist extrem hoch hier. Und CDU/SPD? Auch nicht besser. Von den Grünen will ich nicht anfangen. Also grüble ich weiter was ich wählen soll. Aber es wird einem nicht leicht gemacht.
Ich grüße dich und hab noch einen schönen Sonntag!🙋🏻♀️🇮🇱🇮🇱🇮🇱🇮🇱🇮🇱
@ Manu
Es ist derzeit wirklich so, dass man sich fühlt, als könne man nur zwischen „Pest und Cholera“ wählen.
Und genau das lässt bei mir alle Alarm-Glocken schrillen. Denn ich fühle mich zurück versetzt in die Zeiten der Weimarer Republik, die ich natürlich nur aus dem Geschichtsunterricht und aus Büchern kenne. Wenn ich allerdings daraus eine Erkenntnis gewonnen habe, dann die, dass die politische Zersplitterung der Gesellschaft der Totengräber der Demokratie ist.
Damals suchten die Menschen Orientierung in wirtschaftlich schweren Zeiten. Die extremistischen Parteien an den linken und rechten Rändern hatten einen Vorteil: Sie waren sehr laut, omnipräsent auf den Straßen, gut organisiert und boten radikale, vermeintlich einfache Lösungen für sehr komplexe Probleme.
Demgegenüber hatten die gemäßigten, um Vernunft und Ausgewogenheit bemühten Parteien keine Chance. Das Zentrum bspw., eine der eher in der Mitte stehenden Parteien, vertrat bei der Suche nach Lösungsansätzen für die vielfältigen gesellschaftlichen Probleme mal eher linke, dann wieder eher rechte Positionen. Das erschien dem Großteil der Deutschen als orientierungslos, nicht ausreichend glaub- und vertrauenswürdig. Sie folgten lieber den populistischen Parolen und Verheißungen der Extremisten.
Genau das scheint sich jetzt zu wiederholen. Vermeintlich einfache Lösungen sind populär. Man vertraut auf „Sonntagsreden“ anstatt in die Parteiprogramme zu schauen.
@ Manu
(Fortsetzung)
So kann es passieren, dass viele Menschen, die sich monetär eher am unteren Ende unserer Gesellschaft einordnen und als finanziell benachteiligt empfinden, eine Partei wie die AfD wählen,
– die Steuern für Reiche senken möchte (kein Spitzensteuersatz, kein Soli mehr),
– die die Grunderwerbssteuer abschaffen will, so dass insbesondere Super-Reiche noch günstiger massenhaft Immobilien erwerben können, um dann ohne Mietpreisbremse noch mehr Kohle einzufahren,
– die die private Absicherung der Altersversorgung in Form von Aktien und ETVs propagiert (man rate mal, wer davon am ehesten profitiert) etc.
Ich weiß auch nicht, welche Partei ich derzeit wählen könnte in der Hoffnung, dass sie am Ehesten zu einer Verbesserung unserer aktuellen gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Verhältnisse beiträgt. Ich weiß aber, dass extremistische Parteien wie die AfD sicher keine tragfähige, nachhaltige Lösung anzubieten haben, sondern eher eine Gefahr für den Bestand unserer demokratischen Gesellschaft und Verfassung sind. Nur die Mitte unserer Parteienlandschaft kann eine Option dafür sein, dass wir die derzeitigen schwierigen Zeiten überstehen können.
Wir sollten aus den Erfahrungen der Vergangenheit lernen. Und das bezieht sich nicht nur auf den Umgang mit Antisemitismus, sondern auch auf unser Wahlverhalten. Denn das Gestern kann sehr schnell zum Heute werden – schneller als man denkt.
Die Vertreter der AfD haben ein mächtigen Spatz. Dies sieht man allein schon darin, dass die Vertreter der AfD die allgemeine Schulpflicht abschaffen wollen. Ohne allgemeine Schulpflicht werden in 20 Jahren meiner Ansicht nach 20 Prozent der Bevölkerung in der BRD Analphabeten sein.
@ Ute Engels. Sie werden keine Analphabeten sein. Sie werden indoktriniert sein. Charlotte Knobloch macht die Wahl in Sachsen Anhalt Angst. Mir auch.
@Lothar
Da gebe ich ihnen recht, das wird aber nicht passieren, weil ich mich zwar als Kritiker der Regierung Nathanjahu, aber nicht als Antisemit oder Christ mit entsprechenden Narativen bezeichnen würde.
Ich denke die Grenzen sind fließend. Bsp.: Bei einem Aufenthalt in Israel stand ich im jüdischen Viertel neben einem orthodoxen Juden der sehr aggressiv seine Parolen auf die Klagemauer hinunter schrie, (unser Reiseführer wollte es gar mir gar nicht übersetzen), da kamen in mir schon gewisse Gefühle auf.
Nun sagen sie mir bin ich damit schon im „Topf der Antisemiten“.
@Reinhard
Zunächst Mal bin auch ich entsetzt, dass Sie einen nachgewiesenen Antisemiten und Hamassympathisanten wie Blub verharmlosend versuchen in die Reihe der sich um Objektivität bemühten Foristen einzubinden.
Zeigen Sie mir einen Beitrag von ihm, der nicht geeignet gewesen wäre, eine einseitige Haltung gegenüber Israel und des Hassschürens einzunehmen. Die Einschätzungen kommen nicht von mir allein. In den entsprechenden Foren war von Ihnen nichts zu lesen. Zu beachten war immer die 3-D-Regel. Der Zug ist momentan jedoch abgefahren.
Nun noch zu dem hier:
„Ich bin „bei“ Israel gegen die Hamas und gegen die Hisbollah aber ich behaupte auch Israel betraubt (Sie meinten wahrscheinlich „betreibt“) Landraub. Damit bin ich wohl einer dieser „Christen“.“
Das hatten Sie impliziert. Was Sie mit Landraub meinten blieb unklar. Sollten Sie das WJL gemeint haben, muss ich Sie darauf hinweisen, dass Sie leider die Hundepfeife benutzen, die von Islamisten … und Teilen der Linken benutzt wird. Das Thema ist zu komplex, als das man das Ganze mit solch populistischer Aussage abtun kann. Aber auch dazu gab es Austausch im Forum. Außerdem weckt die Aussage Vorbehalte und Vorurteile gegenüber Israel, insbesondere bei Jugendlichen, die sich oft genug mit der älteren Geschichte nicht beschäftigt haben. Aber auch bei Älteren trifft das zu, wie kürzlich festgestellt. Also auch hier:
Es ist nicht möglich, Israels Existenzrecht zu bejahen und ihm gleichzeitig das Leben im historisch engst verbundenen Judäa und Samaria (Westjordanland) abzusprechen.
@Reinhard
Nachtrag zu Ihrem letzten Satz
(„Nun sagen sie mir bin ich damit schon im „Topf der Antisemiten“.“):
Natürlich sind Sie das damit nicht. Was für eine Frage. Aber angesichts des konzentrierten Hasses auf Israel und Juden in aller Welt ist es unangemessen, die realen Anfeindungen durch ein triviales Erlebnis zu verwässern. Wir haben ein weltweites Problem. Juden werden zum Sündenbock gemacht. Antisemiten behaupten bereits, dass auch ohne weitere Kriegseinsätze im Gazastreifen es sich um einen Genozid durch Israel handelt, so oder so, also allein durch die Präsenz Israels. Das Urteil ist gefällt.
Israel steht weltweit in vernichtender Kritik wie kein anderer Staat und das völlig unangemessen.
Die Übergänge zwischen vernichtender/einseitiger Kritik und sachlicher/konstruktiver Kritik sind eben nicht fließend, da der Antrieb zu erstgenannter Kritik durch Hass und Hetze gespeist wird.
@ Reinhard, ich kann nicht für oder gegen meine Mitforisten sprechen, ob für oder gegen, doch ich allein entscheide, wen ich hier kommentiere oder auch nicht.
Aber nichts für ungut, ich kommentiere nicht einseitig, ist Israel doch in absehbarer Zeit meine Heimat, und da ist innenpolitisch wie auch im Verhältnis zu einigen unmittelbaren Nachbarn einiges im Argen. Es ist höchste Zeit für eine Klärung all dessen nach den Wahlen im Oktober. Ich will meine Aliya als säkularer Jude in einem friedlichen Umfeld begehen, ohne all diese Gewalt und den Tod ringsum, ohne die ständige Gefahr der Verwundung oder des Todes meiner jüngeren Verwandten im Dienst für die Sicherheit dieses Landes.
SHALOM
Hier steht ein sehr guter ausgewogener Artikel, der den Antisemitismus aus den verschiedenen Richtungen beschreibt. Die Anzahl der Leser- und Hörerschaft dieser Posts ist wirklich erschreckend.
Gleich erhalten wir die Prognosen zur Landtagswahl in Sachsen-Anhalt (Rechts). Die Wahlen in Berlin: hier hat die Linke glücklicherweise an Zuspruch verloren. Ich frage mich, ob die Wähler der AfD bzw. der Linken die Partei- und Wahlprogramme dieser Parteien gelesen haben.
Wir alle – auch wir Christen – müssen aus meiner Sicht unsere Sinne schärfen.
Richtig, ein ausgewogener Bericht und zugleich erschreckend.
Was die Wahlen in Sachsen-Anhalt angeht, das ist u. a. das Ergebnis der Brandmauer. Die Landtagswahlen müssen für die Politik der Bundesregierungen herhalten. Und anstatt jetzt mal in sich zu gehen, hören wir bereits wieder, dass weitere Reformen unbedingt umgesetzt werden müssen und es den Wählern nur richtig erklärt werden muss.
Die Wähler richten sich meist nach rein pragmatischen Gesichtspunkten, die für ihr Alltagsleben wichtig sind.
Die Ostdeutschen Länder hatten sich vor der Wahl deutlich gegen die Abschaffung der Rente nach 45 Arbeitsjahren ausgesprochen, ganz berechtigterweise und weil sie wissen, dass es im Volk rumort.
Auf Arte wurden zu dem Thema „Rente“ Privatpersonen Interwiewt.
Die Linke hat sich bereits in Stellung gebracht, den Unvereinbarkeitsbeschluss der CDU mit ihnen zu überdenken. Ich kann nur dringend davon abraten, die Wähler der AFD jetzt zu beschimpfen oder gar als Nazis zu bezeichnen.
Meinen Vorschlag hatte ich bereits gemacht:
Brandmauer auch nach links oder Brandmauer abschaffen und stattdessen rote Linien definieren, die dann für Alle zu gelten haben, um die demokratischen Kräfte zu stärken.
@Lothar
Ich kann dir nur zustimmen. Statt alle mal kurz nachdenken,warum der Wähler so entschieden hat. Auch Söder von der CSU hat sich aufgeregt,ihm ist ja fast die Halsschlagader geplatzt. Und was er alles nicht will für Bayern. Ich denke auch,die Bevölkerung von Sachsen-Anhalt und die von Bayern kann man nicht vergleichen. Ich weiß nicht wie es in Bayern so ist,aber hier in Berlin ist auch wieder anders. Und es muss etwas passieren. Die Demokratie wird schon nicht gleich untergehen. Und was die AFD wirklich umsetzt und was nicht(alles kann sie auch nicht umsetzen),das wird sich zeigen. Die Politiker hatten so viel Jahre Zeit sich wirklich mal um die Belange der Menschen zu kümmern. Dann müssen sie jetzt gucken,wie sie das hinbekommen mit der AFD.
@Manu
Danke für das Feedback. Ich habe unter Antwort an Klaus nochmal etwas aufgelistet. Ist aber auch an Dich gerichtet.
Ich habe fast den Eindruck, es ist zu spät. Zu viele Parteien, zuviel faule Kompromisse zulasten der arbeitenden Bevölkerung bzw. derer die gearbeitet hat. Die Abschaffung der vorgezogenen Rente mit 63+ nach 45 Jahren Arbeit ist ein Schlag ins Gesicht der Arbeitnehmer, und das unter Aufsicht der Arbeitsministerin Bas (SPD). Die SPD hat wohl noch nicht genug Menschen verprellt.
Sie verstehen nicht, was es heisst solange zu arbeiten. Und da gehören sicher die allermeisten Tätigkeiten und Berufe zu, nicht nur die Dachdecker. Auch Industrie, Gesundheitsberufe, Handwerker, Entwickler, Planer usw..
Ich warte jetzt noch auf einen zeitlich begrenzten Benzinpreisdeckel von 2,19 Euro pro Liter, der dann noch gefeiert wird, anstatt mal komplett auf die Co2-Steuer und weitere Steueranteile anteilig zu verzichten. Woanders ist der Literpreis bis zu rund 70 Cent niedriger, wenn ich mich recht erinnere. Zuletzt hatte ich hier 2,46 Euro/Liter gesehen. Da müssten bei den Grünen, der Grünen Jugend, bei FfF und den Klimaklebern doch die „Korken“ knallen. Abzocke wo es nur geht. Da wird die Rente tatsächlich mal nicht mehr ausreichen, auch wenn ich mir die Lebensmittelpreise (und andere) ansehe, schon wieder ca. 50% oben drauf. Ich verstehe nicht, dass der Staat da nicht einschreitet.
Aber es ist nicht unser Job, sondern der der Politiker und nicht zu vergessen Politikerinnen. Wir haben all die Jahre brav gewählt. Mehr konnten wir nicht tun.
@Lothar und Ella
Und wenn man jetzt mal Merz hört.🤦🏻♀️🤦🏻♀️ Droht der AFD. Sie hat noch nicht mal angefangen. Und dann der Vorschlag,AFD zu prüfen,ggf. verbieten. Jetzt, wo sie gewählt wurde. Was will man den Wählern damit mitteilen? Ihr habt falsch gewählt? Ihr seid entmündigt? Soviel zum Thema „Demokratie“. Wenn es uns nicht passt,dann verbieten wir die Partei,die gewählt wurde. Statt mal drüber nachzudenken,was der Bürger möchte. Merz hat ja schon gesagt,daß mit der Migrationspolitik bleibt. Wieviele hat er jetzt zur AFD geführt,die noch wählen gehen? Oder die Rente. Er meinte,die Reformen sind gut. Damit hat die CDU sich selbst ein Bein gestellt.
@Lothar
Dein Vorschlag die Brandmauer abschaffen und stattdessen rote Linien zu definieren, ist sicher die beste Reaktion. Man kann weder die Augen verschließen oder ignorieren, noch so weitermachen wie bisher. Wenn man das Volk wählen lässt, muss man das Ergebnis akzeptieren. Alle Wähler sind mündig. Und jetzt muss man die AFD auch machen lassen. Beschimpfung in Richtung AFD bringt niemanden weiter.
Merz sieht ja noch immer keine Fehler, er gibt nur zu, schlecht kommuniziert zu haben. Er kommt einerseits angepiekt, andererseits etwas arrogant herüber. Sollte es auf eine Neuwahl hinauslaufen, wäre das auch für ihn ein Desaster. Bin gespannt, wie Meck Pommes und Berlin entscheiden.
@Ella @Manu
Ich habe mir zur Zeit eine Fernseh-und Informationssperre verpaßt was das Thema angeht. Das tue ich mir nicht an.
Die Brandmauer hat die Demokratie destabilisiert, da auch bei wichtigen Sachthemen keine Übereinstimmungen mit der AFD sein durften. Würde die AFD sagen „spring da nicht hinunter, da droht Gefahr“, würden die Anderen sagen „doch“, um sich abzusetzen (beispielhaft und zugespitzt). Der reinste Kindergarten, was wir da in den Jahren erlebt haben.
Wenn man nicht willens ist, bei Sachthemen parteiunabhängig zu agieren und entsprechende Mehrheitsbeschlüsse zu verabschieden, wird es so weitergehen wie bisher. Und damit hängt man große Teile der Bevölkerung ab.
Die Wahl in Sachsen-Anhalt wird zu weiterer Versteifung im Bund führen und linke Bündnisse bzw. linken Einfluss befördern, zum Nachteil der Bürger. Wird wahrscheinlich auch nachteilig für Israel sein.
Ich gebe es auf. Es gibt Wichtigeres.
Hilfe die AfD hat in Sachsen-Anhalt 44 Prozent laut Hochrechnung gewonnen. Das kann doch kein normaler Mensch aushalten.
Ute, das war kaum eine Wahl, die auf Programmen oder sachlichen Argumenten basierte, es war eine Protestwahl, Protest gegen die Trägheit und die Selbstgefälligkeit, die Tatenlosigkeit der etablierten Parteien in ihren Elfenbeintürmen. Ein sehr lauter und eindeutiger Protest gegen die Zerfaserung dieser Gesellschaft, deren einzelne Stränge man in neue Seile einzuflechten gedachte im Sinne ihrer Ideologie. Die haben uns als Souverän, dem sie per Definition als Diener des Volkes und Staates zu dienen haben, nicht mehr wahrgenommen geschweige denn respektiert.
Das bekommen sie alle jetzt um die Ohren gewatscht, wenn sie jetzt nicht kapieren, daß WIR das Volk sind, dann können die Ohrfeigen meinethalben noch heftiger ausfallen.
Ich gebe nicht allein Merz und den Schwarzen die Schuld, alle haben sie den Brei völlig verkocht und verdorben, und wir haben keinen Bock mehr auf diese ranzigen und angebrannten Überreste.
Ob die AFD besser kocht,sei mal dahingestellt, viel schlechter kann Siegmund es auch nicht machen.
Ob ich mit diesem Zustand glücklich bin?
NEIN, BIN ICH NICHT !!!
@Klaus
Auch ich bin damit nicht glücklich, auch was die ganze Parteienlandschaft angeht. Da wird zuviel Wert auf Kampf und weniger auf die (arbeitende) Bevölkerung gelegt. Du hast Recht damit, dass Merz nicht allein die Schuld trägt.
Ich verzichte auf Auflistungen aller Ärgernispunkte, auch auf die der Zeit während der Grokos unter Merkel und die der Ampel, da ich mich nicht erneut ärgern will. Merkel hat Vieles zu verantworten, was sich aber erst zeitverzögert auswirken sollte. Die genannten Regierungen waren äußerst unbeliebt.
Es war jetzt nicht nur Protest, sondern aufsummiert auch sachgebunden. Grüne Jugend mit Forderung nach hohen CO2-Steuern, Klimakleber, FfF usw., wo sich der normale Bürger nur noch fragend an den Kopf packen konnte. Wir haben zwar Meinungsfreiheit, aber man muss nicht jedem Unsinn von Minderheiten folgen. Das untergräbt unsere Demokratie, die sich durch Wahlen und Parteiprogramme definiert.
Was sich in Sachsen-Anhalt gezeigt hat, kam nicht ohne Vorwarnung.
Was mich außerdem wundert sind die Medien, die während der Ampelregierung, die den Meisten schon nach ein paar Monaten zum Hals raushing, wenig Not damit hatten. Die neue „Merzregierung“ fiel dagegen sehr schnell in Ungnade.
Wir haben einen Vertrauensverlust in die Politik insgesamt. Das macht mir Sorge. Aber es ist der Job der Politiker.
„Laut einer aktuellen ARD-Umfrage glauben 71 Prozent der Befragten nicht mehr, dass die SPD eindeutig auf der Seite der Arbeitnehmer:innen steht.“ (taz 25.03.2026)
Wie es weitergeht, ich weiß es nicht. Du hast das hier bald hinter Dir. Alles Gute …
@Klaus
fühlen sie sich nicht betroffen von meinem Kommentar, ich habe sie tatsächlich gedanklich ausgenommen, als jemand der auch den „Splitter im eigenen Auge“ sieht.
SHALOM
@Ella
Ich schreibe nicht allzu oft, weil ich die Erfahrung gemacht habe, dass man häufig, sei es bewusst oder unbewusst, nicht richtig interpretiert wird und es dadurch zu falschen Unterstellungen kommt. Bei einer Unterhaltung wäre dies leicht aufzulösen, leider nicht hier im Chat.
Ob ich Israel für schuldig halte…
Verantwortlichkeit, Schuld und Fehler werfen sich beide Seiten des Konfliktes seit Jahrzehnten vor, das führt zu nichts, deshalb möchte ich meine Einstellung anders formulieren:
Wenn ein Volk, in diesem Fall nach fast 2000 Jahren wieder Anspruch auf ein Stück Land erhebt und versucht die dort lebende Bevölkerung zu verdrängen, dann hat das nun mal Konfliktpotenzial und wird nicht einfach hingenommen.
Egal ob es sich um Israel/Palästina oder andere handelt. Es ist für mich die Wurzel des Konfliktes.
Der Rest wird leider von den Hardlinern auf beiten Seiten bestimmt.
@ Reinhard
Lieber Reinhard, zunächst will ich mich entschuldigen für die „Unterstellung Ihr Freund Blub.“ Und ja, Sie haben Recht, bei einer Unterhaltung könnte man viel besser differenzieren, auflösen, den abderen im Auge haben. Also sorry von mir. Aber schön, dass Sie trotzdem geantwortet haben. Und Sie sind mit Ihrer Kritik auch kein Antisemit. Ich verstehe auch, dass nicht alle vom biblischen Grund ausgehen, dass das Land Israel von Gott geschenkt ist. Schon vor 3000 Jahren haben Juden in Jerusalem gelebt und Gott wird sein Volk dorthin wieder sammeln, es geschieht bereits. Da streiten zwei um die gleiche Sache und können die Wurzel nicht ausreißen. Ich möchte zum „Landraub“ noch etwas anfügen: Die UN-Resolutionen 242 und 338 bestätigen Israels Recht nach internationalem Recht, das gesamte Gebiet zu verwalten, das heute Zone C in Judäa und Samaria genannt wird und in dem Israelis leben. Die von PLO und Israel unterzeichneten Oslo-Abkommen bestätigen das ebenso. Jeder weitere Neubau von Siedlungen durch Israel in den C-Gebieten, ist daher meines Erachtens zu 100 % völkerrechtlich zulässig, aber nur dort. Die extreme Gewalt verurteile ich auf beiden Seiten. So entsteht kein Frieden.
Nun lesen wir heute, dass 8 arab. Staaten sich vehement gegen eine Umsiedlung von Menschen aus Gaza aussprechen. Wenn es eine Zwangsumsiedlung ist, sage auch ich nein. Aber ich bin überzeugt, viele Gazaner würden freiwillig gerne woanders leben, als in der jetzigen Steinwüste.
Lieber Gruß zu Ihnen, Ella
@Ella
UN Resolutionen 242 und 338 – Da unterliegen Sie einer groben Falschmeldung.
Und falls Sie näheres über die Zonen wissen möchten, einfach bei google eingeben: „wie entstanden zonen a b und c im westjordanland“ – da findet sich unter dem Button „Medico International“ : ein sehr detailreicher Bericht über die Zone C – Das ist einzementierter Kolonialismus unter Fragmentierung und Segration. Kein anderes (betroffenes) Land der Erde würde diese Form akzeptieren!
…viele Gazaner würden freiwillig… – ist Ihre Einschätzung, meine natürlich nicht. 2021 war Gaza keine Steinwüste und sie geschah auch nicht über eine (1) Nacht, eher aus dem „Himmel“ innerhalb von Tausend Tagen und Nächten.
@Brigitte
Wenn Sie palästinensische Mama wären, würden Sie ohne Perspektive mit Ihren Kindern lieber in der Steinwüste leben, die Hamas zu verantworten hat, als freiwillig!!! in ein besseres Leben zu wechseln? Damit der vererbte Flüchtlingsstatus weiter gedeihe!
Innerhalb von tausend Tagen und Nächten hat Hamas ihr Volk geradezu an Israel preisgegeben.
@liebe Ella, es sind immer die anderen Schuld!
Sind Heimatgefühle, die bekanntlich sehr viel mit umfassen als nur der Blick aus dem Fenster: Bäume, Plätze, Freunde, Feiern, Erinnerungen an Geburten, Moscheen, Besuch auf Friedhöfen und der Ahnen – sollen all diese schönen Erinnerungen nur gelten für NICHT-vertriebene?
Ich halte Sie leider nicht für verantwortungsvoll genug um beurteilen zu dürfen, ob Asylanträge von Palästinensern u. ihren Kinder, die staatenlos sind, so was wertvolles sein könnten.
@Brigitte
Wenn Sie nur die medico-Infos als Basis nehmen, kann ich Ihre Einschätzung verstehen. Schauen Sie sich aber auch andere Quellen an, Basis verschiedene KIs, die auch und besonders „israelunfreundliche“ Quellen durchsuchen, zeigt sich das Bild, das Ella gezeichnet hat.
Also keine grobe Falschmeldung.
—
Diese „Fragmentierung“ wurde in den Oslo-Verträgen „zementiert“. Da war natürlich auch die PA vertreten. Also ist Ihre Schlussfolgerung „Kolonialismus“ faktisch falsch!
Wer in sozialen Netzwerken sich projüdisch, proisraelisch positioniert wird stets auch beleidigt und mit dem Tode bedroht. Das hat sich im Zusammenhang mit 10/7 noch verstärkt. Da spreche ich auch aus eigener Erfahrung.
@Rts
Okay!
@Reinhard
👍
@Hans Gielessen
Beim Thema Hass, Anfeindung und Todesdrohungen im Netz ist Israel oder das Jüdische nicht alleine. Das müssen viele erdulden, Gruppen und Einzelpersonen. Das Netz ohne Klarnamen und Adresse ist Gift für die Demokratie und das menschliche Miteinander. Damit will ich aber nichts relativieren!
@Ella
Liebe Ella, vielen Dank für die ausführliche Antwort. (das Schreiben ist mühsam)
Mit „Unterstellung“ meinte ich gar nicht „Freund Blub“, denn da ich seine Kritik manchmal verstehe bin ich teilweise „im Geiste“ sein Freund. Damit kann ich leben. Es bezog darauf, dass ich Israel für die Ursache halte. Dazu habe ich ja bereits geantwortet.
Aktuell eignet sich Israel immer mehr Land an, wenn jemals Frieden entstehen soll und nicht nur Siege sollte dies nicht so weiter gehen. Aber wenn ich lese was Katz heute zum WJL gesagt hat, habe ich keine Hoffnung.
1 Woche vor dem schrecklichen Massaker wollte ich eine Reisegruppe nach Jordanien und Israel führen, ich warte….
Shalom
@Reinhard
Hallo Reinhard, da musste ich jetzt schwer schnaufen: Freund im Geiste von Blub, heißt für mich, Gedanken, Werte und seine Ansichten zu teilen. Dann wird das nix mit uns.😉
Und Israel als sozusagen die Ursache allen Übels zwischen Israel und Gaza zu bezeichnen, na da wird’s auch nix.
Halten wir fest, wir sind sehr unterschiedlicher Meinung, das darf auch sein. Katz droht der PLO im Fall eines Angriffs „im Stil des 7. Oktober“ mit Krieg. „Sollte der palästinensische Sicherheitsapparat einen solchen Angriff auf israelische Soldaten oder jüdische Siedlungen im Westjordanland planen oder veranlassen, sei die Armee angewiesen, sich auf einen vollumfänglichen Krieg vorzubereiten.“
Finden Sie nicht, wenn ein Angriff im Stil des Massakers erneut stattfindet, dass sich Israel dann sein Land und seine Leute verteidigen muss?
Warten Sie noch eine Weile mit Ihrer Reisegruppe. Derzeit würde ich mich nicht anmelden. Shalom
Ueber Jahrzehnte wurde ich Zeuge von Antisemitismus in unterschiedlichsten Lebensbereichen. Ich lebte zu dieser Zeit in Sueddeutschland und ich kam mir ein Stück weit vor, wie im Mittelalter. Die Leute, die Antisemitismus in ihrem Gedankengut hatte, waren meist gebildet und haeufig auch in guten Positionen in der Arbeitswelt. Sie trauten es sich, ihre antisemitischen irren Thesen ganz offen, furchtlos und ganz überzeugt davon, vor anderen Personen zu aeussern. Zum Schluss war ich richtig angewidert vom sehr haeufigen Antisemitismus in Sueddeutschland. Mittlerweile lebe ich im Ausland. Die Erinnerung daran, versetzt mich dennoch haeufig in Unruhe und in Stress.
@ Ron Manfredowitsch
Ich bedaure es so sehr, dass Sie diese bittere Erfahrung bei uns in Deutschland machen mussten.
Es ist entsetzlich und beschämend, wie sich blanker Antisemitismus, insbesondere seit dem 7.10., so ungeniert und ungebremst wie ein Krebsgeschwür in unserer Gesellschaft, aber auch international, verbreitet.
Und das, wie Sie richtig beschreiben, sogar in den Kreisen vermeintlich „Intellektueller“ und „Intelligenzler“. Dass sich gerade auch auf dieser Ebene Antisemitismus so umfassend offenbart, hat nichts mit Naivität oder Unwissen zu tun. Dahinter stecken knallhartes politisches Kalkül, beinharte Macht- und Lenkungsbestrebungen und natürlich, zu guter Letzt und vor allem, unermessliche und unersättliche monetäre Interessen.
Dagegen vorzugehen und zu kämpfen mutet an wie der vergebliche Kampf gegen Windmühlen. Trotzdem ist es unerlässlich, nicht aufzugeben. Und wenn nur deswegen, um sich nicht mitschuldig zu machen.
Ich wünsche Ihnen alles Gute für die Zukunft und dass Sie mehr Frieden dort finden, wo Sie jetzt sind. Liebe Grüße!
Wer HASS einen Nährboden bietet, reicht SATAN die Hand. Dabei ist es völlig egal, welchen Menschen er sich zugehörig sieht. Ein an IHN ❤️ gläubiger Mensch kann das NICHT sein!
HASS ist die größte Steigerung von Dummheit.
@Brigitte
Es sind NICHT immer die anderen Schuld!
Aber wer wie 9/11 einen 7/10 verübt, muss mit den Folgen leben.
Heimatgefühle gelten natürlich auch für Vertriebene. Ich frage mich nur, wo viele Palästinenser in Zelten bei einem Blick aus den Fenstern Bäume sehen konnten. Erinnerungen sollen ja nicht gelöscht werden. Und es geht auch nicht um die Zeit vor dem Krieg.
Es geht darum, dass ich den Palästinensern eine bessere Zukunft wünsche, als sie sie jetzt in der Steinwüste haben können, denn mit dem Neuaufbau wird es noch dauern und dann wird trotzdem nichts mehr so sein wie früher. Viele Palästinenser sind der Perspektivlosigkeit schon vor dem Krieg entflohen, der Hamas wegen, nicht wegen Israel. Ich bleib dabei, wenn man Palis fragen würde und gehen ließe, würden viele freiwillig gehen.
@Ella
Danke, dass Sie zurück geschrieben haben!
Es gibt keine Bäume und keine Vögel in Gaza, der „Baum“ steht bei mir als Symbol für Normalität. In Zelten hausende Menschen mit Nagerbefall und Krätze sind völkerrechtlich nicht erlaubt.
Ich entstamme zweier Familien, die im WK II geflüchtet sind und kenne deshalb eine tiefe, jahrelange Beschreibung von Heimatgefühlen und Verlust.
Ja, viele Palästinenser gelten im völkerrechtlichen und rechtlichen Sinne als staatenlos, da es keinen allgemein voll anerkannten, souveränen palästinensischen Staat gibt, der allen Angehörigen eine vollwertige Staatsbürgerschaft nach internationalem Recht verleiht. (Aus KI kopiert) Deshalb können Palästinenser sich nicht einfach mal so ein neues Land aussuchen, sie erhalten Nirgendwo ein Bleiberecht. Bitte, ersparen Sie uns jede Diskussion darüber, warum Palästinenser keinen eigenen Staat besitzen, danke.
Es wurde und es wird von der IDF auf Palästinenser geschossen, die die „Gelbe Grenze“, also willkürlich gelb angestrichene Steine – übertraten!
Nach meiner Kenntnis durften Palästinenser vor dem 7/10/2023 Gaza nicht verlassen. Sie sind durch hohe Mauern u. Elektrozäune daran gehindert worden, es existieren Wachposten/Türme wie in der DDR.
Deshalb, liebe Ella, kann von einem freien Willen nicht gesprochen werden.
@Brigitte
Ja, Palästinenser wurden und werden gehindert, freiwillig zu gehen. Was verstehen Sie daran nicht, wenn ich schreibe: WÜRDE man sie fragen und gehen lassen, WÜRDEN sich viele (natürlich nicht alle) zum Gehen entschließen. WENN Sie die Möglichkeit hätten, woanders neu anzufangen, WÜRDEN Sie sicher auch nicht in einem Ghetto bleiben wollen. Also: WENN man nicht gezwungen wird, geschieht etwas doch freiwillig, oder? Im Übrigen kenne ich zwei Leute, einen aus Gaza und einen aus dem WJL, die nach einer genehmigten Ausreise nicht mehr dorthin zurückkehrten.