Ben Shapiro, f*** dich!“ Die amerikanische Podcasterin und Influencerin Candace Owens schaut mit düsterer Miene in die Kamera. Seit ungefähr einer Minute beschimpft sie ihren ehemaligen jüdischen Chef mit degradierenden Beleidigungen. Zuvor hatte Shapiro in einer Rede für die konservative Bewegung „Turning Point USA” (TPUSA) Mitte Dezember seine ehemalige Angestellte scharf kritisiert. Er plädierte dafür, von „der Wahrheit“ zu sprechen. Owens bezichtigte er, Lügen und Verschwörungstheorien zu verbreiten. Neben persönlichen Diskrepanzen zu Owens, positionierte sich Shapiro in der Vergangenheit des Öfteren auch pro-israelisch. Beides scheint für die Podcasterin ein Anstoß zu sein.
Owens‘ Blick ist immer noch düster, als sie zum Höhepunkt ihrer Tirade ausholt. Demonstrativ hält sie das Buch „Der Talmudjude“ von August Rohling in die Kamera – eine antisemitische Hetzschrift aus dem Jahr 1871. Anstatt Shapiros Anschuldigungen zu widerlegen, führt sie ihre haltlosen Vorwürfe fort: Ein Jude glaube, sagt Owens, er habe das Recht, zu lügen, schwarze Menschen zu hassen, andere zu täuschen, und dass andere zu ihm aufschauen.
Drei von vier Juden sind Opfer
Diese Auseinandersetzung steht für einen unerbittlichen Kampf amerikanischer Influencer um Aufmerksamkeit, Deutungshoheit und den politischen Weg der USA. Eines der zentralen Streitthemen: Israel und das jüdische Volk. Besonders auffällig: Der Antisemitismus in Amerika scheint dadurch eine Art Renaissance zu erleben. Eine Studie das „Amerikanisch-jüdischen Komitees“ aus dem Jahr 2026 zeigt, dass knapp drei von vier amerikanischen Juden bereits Antisemitismus im Netz erlebt haben. Der Kampf wird in Amerika ausgefochten, steht jedoch durch die Social-Media-Bühne in Wechselwirkung mit der gesamten Welt. Die Beiträge erreichen Millionen von Zuschauern. Allein auf Instagram folgen Owens mehr als sechs Millionen Menschen.
Antisemitismus Definition
Die Antisemitismus-Definition, die dem Artikel zugrunde liegt, orientiert sich an der Internationalen Arbeitsdefinition von Antisemitismus (IHRA), die auch die Deutsche Bundesregierung übernommen hat:„Antisemitismus ist eine bestimmte Wahrnehmung von Juden, die sich als Hass gegenüber Juden ausdrücken kann. Der Antisemitismus richtet sich in Wort oder Tat gegen jüdische oder nichtjüdische Einzelpersonen und/oder deren Eigentum sowie gegen jüdische Gemeindeinstitutionen oder religiöse Einrichtungen.“ Zur Definition gehört auch dieser Satz: „Darüber hinaus kann auch der Staat Israel, der dabei als jüdisches Kollektiv verstanden wird, Ziel solcher Angriffe sein.“
Die Podcasterin ist lange nicht die einzige Akteurin, die „Juden“ zum Feindbild erklärt. Der rechts-konservative Medienschaffende Nick Fuentes beklagt ebenso einen übergroßen jüdischen Einfluss auf die USA. Beide tun dies explizit aus ihrem Selbstverständnis als Katholiken heraus. Im März behauptete Owens, Juden seien für den Zusammenbruch christlicher Nationen verantwortlich, und nun hätten sie dieses auch mit den USA vor. Antisemitische Narrative und Jesus Christus scheinen für beide in keinem Widerspruch zu stehen.
Auch „protestantische“ Akteure wie Tucker Carlson positionieren sich inzwischen extrem israelkritisch und beklagen, die USA machten nicht Politik aus eigenen Interesse, sondern für Israel. Doch nicht nur der Judenhass aus rechts–konservativen amerikanischen Kreisen ist für die Entwicklung in den Staaten verantwortlich. Antisemitische Narrative kommen aus verschiedenen Richtungen weltweit: links, rechts, islamistisch motiviert und auch durch Verschwörungstheoretiker. Die folgenden Einordnungen geben einen Einblick in die Strömungen des Judenhasses im Internet.
Von links
Der linke Antisemitismus stellt Israel als kolonialistischen, imperialistischen oder rassistischen Staat dar. Dabei werden antisemitische Stereotype auf den jüdischen Staat oder auf Israelis übertragen. Häufig geschieht dies mit Dämonisierung oder Delegitimierung Israels sowie mit der Anwendung doppelter Standards gegenüber dem jüdischen Staat. Das zeigt sich vor allem im Narrativ vom schwachen Opfer der Palästinenser und dem mächtigen Unterdrücker Israel. Gräuel wie das Hamas-Massaker vom 7. Oktober werden dadurch oftmals bagatellisiert. Besonders verbreitet ist diese Form unter Kulturschaffenden. Durch anti-israelische Kampagnen wie „Boykott, Desinvestition und Sanktionen“ (BDS) wird dies sichtbar.
Hasan Piker (X: @hasanthehun, 1,6 Millionen Follower)
Der US-Amerikaner Piker greift Juden und den Staat Israel in zahlreichen Beiträgen an. Unter anderem sympathisiert er öffentlich mit den Terror-Organisationen Hamas und Hisbollah.
Roger Waters (Instagram: @rogerwaters, 1,4 Millionen Follower)
Der ehemalige Sänger von Pink Floyd ist aktives Mitglied der anti-israelischen Kampagne BDS. Der international bekannte Brite bezeichnete Israel unter anderem in einem Instagram-Beitrag als „rassistischen Nazi-Paria-Staat“.
Von rechts
Der rechte Antisemitismus ist in rechtsextremen und völkisch-nationalistischen Ideologien verankert. Er unterstellt Juden, Politik, Wirtschaft oder Medien zu kontrollieren und die „nationale Gemeinschaft“ zu bedrohen. Häufig äußert er sich in antisemitischen Verschwörungserzählungen, der Verharmlosung oder Leugnung des Holocaust sowie der Verbreitung judenfeindlicher Stereotype.
Jake Shields (X: @jakeshieldsajj, 900.000 Follower)
Der ehemalige amerikanische Kampfsportler äußert sich regelmäßig judenfeindlich auf X. Unter anderem schrieb er: „Ich bin kein Jude (…) Heute ist ein guter Tag.“
Nick Fuentes (X: @NickJFuentes, 1,3 Millionen Follower)
Fuentes stellte mehrfach den Holocaust infrage. Der Amerikaner vertritt außerdem das Narrativ einer jüdischen Elite, die nach Macht und Einfluss strebe. In seiner Show auf der Plattform „Rumble” sprach er davon, dass sich „die Juden“ im Geheimen verschworen hätten, die Macht in Amerika an sich zu reißen. Immer wieder setzt er Israel mit der Terror-Organisation Hamas gleich.
Islamistisch motiviert
Der islamistisch motivierte Antisemitismus stellt Juden als Feinde des Islam dar. Dabei verbindet er religiöse Deutungen mit antisemitischen Verschwörungserzählungen und Feindbildern. Häufig äußert er sich in der Dämonisierung Israels, der Verbreitung judenfeindlicher Stereotype sowie in der religiösen Rechtfertigung von Hass oder Gewalt gegen Jüdinnen und Juden.
Mohammed Hijab (Instagram: @mohammedhijabofficial, 850.000 Follower)
Hijab verbreitete wiederholt antijüdische Aussagen in Sozialen Medien. Der Brite bezeichnete unter anderem „die Zionisten“ als einen „dreckigen Feind“, den es brauche, damit Muslime aus ihrem „100-jährigen Schlaf“ erwachten. Seine Podcasts erreichen auch in Amerika eine große Zuhörerschaft.
Daniel Haqiqatjou (X: @Haqiqatjou, 188.000 Follower)
Der amerikanische Muslim Haqiqatjou wertet in seinen Beiträgen regelmäßig Juden, Zionisten und Israel ab. Unter anderem schrieb er: „Der Islam erobert die Welt und alle sind eingeladen, Muslime zu werden. Christen erobern die Welt und alle sind eingeladen, Christen zu werden. Das Judentum erobert die Welt und wir alle werden Gojim-Sklaven.“ Das hebräische Wort „Gojim” heißt wörtlich „(heidnische) Völker”. Es ist eine Bezeichnung für Nicht-Juden.
Unter Verschwörungs–Theoretikern
Der Antisemitismus unter Verschwörungstheoretikern stellt eine Sonderform dar. Verschwörungstheorien finden sich in nahezu allen Erscheinungsformen des Antisemitismus wieder. Dennoch existieren zusätzlich Interessengruppen, die sich auf das generellen Verbreiten von Verschwörungstheorien konzentrieren. Juden wird von dieser Gruppe oftmals übermäßige Macht zugeschrieben sowie ein angeblicher Einfluss auf globale Ereignisse.
Candace Owens (Instagram: @realcandaceowens, 6,3 Millionen Follower)
Neben antisemitischen Verschwörungstheorien verbreitet Owens auch eine Vielzahl anderer Verschwörungsnarrative. So sei die Ehefrau des französischen Präsidenten, Brigitte Macron, ein Mann. Ihre Videos sind zwar politisch und religiös aufgeladen, doch ihr stetig wiederkehrender Fokus liegt auf diversen Verschwörungserzählungen.
Das Bild zeigt einen amerikanischen YouTuber, der sich in einem Reaktionsvideo über Owens empört.
Stew Peters (X: @realstewpeters, 935.000 Follower)
Neben der Vorstellung einer flachen Erde verbreitet Peters regelmäßig antisemitische Narrative. Auch er fokussiert sich in seinen Beiträgen auf das Verbreiten unterschiedlichster Verschwörungserzählungen. In einem Beitrag schrieb der US-Bürger: „Wenn du nicht glaubst, dass wir von Israel und der jüdischen Lobby/Mafia gesteuert werden, dann bist du ein Idiot und belügst dich selbst.“
Online-Antisemitismus in Deutschland
Ein entscheidender Multiplikator für antisemitisches Verhalten im Internet war das Hamas-Massaker gegen Israel am 7. Oktober 2023. In der Folge stieg der Online-Antisemitismus weltweit deutlich an – auch Deutschland blieb davon nicht verschont.
Der im Juni erschienene Jahresbericht 2025 der Forschungsstelle RIAS liefert Zahlen zur Entwicklung in der Bundesrepublik. Demnach ereigneten sich in diesem Jahr mehr als 2.000 antisemitische Vorfälle online. Morddrohungen seien dabei keine Einzelfälle.
Der Bericht beschreibt unter anderem den Fall einer Jüdin, die über Facebook wiederholt bedroht wurde. Ein Nutzer schickte ihr unter anderem das Bild einer Zyklon-B-Dose und schrieb dazu: „Noch auf Lager.“ Zyklon B war das Giftgas, mit dem die Nationalsozialisten Juden in den Konzentrationslagern ermordeten.
Das tödlichste Jahr
Doch nicht nur online schlägt sich der Judenhass nieder. Auch in tatsächlichen Angriffen zeigt sich, was online beobachtet werden kann. Der kürzlich erschienene J7–Bericht des „Arbeitskreises großer Gemeinschaften gegen Antisemitismus“ liefert erschreckende Zahlen. Das Jahr 2025 war somit das tödlichste seit drei Jahrzehnten für Juden in der Diaspora. Die Studie untersucht judenfeindliche Vorfälle in den sieben Ländern mit der größten jüdischen Bevölkerung, Israel ausgenommen. Mit dabei sind die USA, Deutschland und Großbritannien. In Amerika gab knapp jeder neunte Jude an, bereits in einer Bildungseinrichtung Antisemitismus erlebt zu haben. Jeder fünfte verzichtet seit dem 7.Oktober darauf, explizit jüdische Kleidungsstücke in der Öffentlichkeit zu tragen.
Die aktuelle Popularität von Judenhass ist unter anderem ein Produkt der Sozialen Medien. Etwa in Podcastformaten können Influencer durch Millionenreichweite einflussreich Hass schüren. Sie müssen keine journalistischen Standards erfüllen, da ihre Aussagen in den meisten Fällen durch die Meinungsfreiheit legitimiert sind.
Fünf Prinzipien
Shapiro erkannte dieses Problem auch. In seiner eingangs erwähnten TPUSA-Rede nennt er fünf Pflichten, die Medienschaffende erfüllen sollten, damit sich die USA in eine gute Richtung entwickeln könnten: die Wahrheit sprechen – aufgrund von Prinzipien sprechen und nicht aufgrund von Gefühlen – für die eigenen Taten Verantwortung tragen – Beweise für Behauptungen liefern – und die Pflicht, nicht nur zu kritisieren, sondern auch Lösungen anzubieten.
Candace Owens ist indes mit ihrer Verunglimpfung von Juden fast am Ende. Mit dem Buch „Der Talmudjude” in der Hand gibt sie ihren Zuschauern noch einen Ratschlag: Jeder, der die Wahrheit über „Juden“ erfahren wolle, solle das Buch von August Rohling lesen.
» Massaker vom 7. Oktober: Hamas nutzte sexuelle Gewalt systematisch
» Antisemitische Töne in der MAGA-Bewegung
» Ehemalige „Pro-Palästina“-Aktivistin berichtet über Sinneswandel
27 Kommentare
Was mir nach der Lektüre dieser Horror-Aufzählung als erstes einfällt, ist eine Replik aus dem Film „Les tontons flingueurs“ : „les cons, ça ose tout, c’est même à ça qu’on les reconnaît“ (Deppen trauen sich alles, genau daran erkennt man sie). Man kann nur fassungslos mit den Ohren schlackern. Meine Oma hätte gesagt „dumm geborn und schepp geschockelt“.
Das stimmt, aber besser wird es dadurch auch nicht – Ratlosigkeit nimmt zu – ODER?
Lieber Gruß Martin
Und bem schockeln nunter und ofs Hirn falln
SHALOM
Die Überschrift bringt es auf den Punkt: „Im Hass vereint“.
Hass und das Böse sind untrennbar mit einander verbunden, der Urheber und förderer dieses Übels ist der Teufel – er ist der Vater der Lüge – mit dem der Hass und das Böse arbeiten.
Menschlich ist diesem Übel jedoch nicht beizukommen, wie die Statistiken eindeutig unter Beweis stellen – dieses Übel gedeiht wie Unkraut.
Lieber Gruß Martin
@Untertan
Und wir, Ernesto, unser Gärtner vor allem, werden dieses Unkraut bekämpfen, weil wir Israel lieben.
Candace Owens ist einfach nur verrückt, leider erreicht sie mit ihrem aggressiven, sinnlosen Geschwätz viele Menschen. Dass man sich manch über einen Chef sich ärgert ist normal, aber dass man diesen in Verbindung mit seinem Glauben pausenlos über soziale Medien beschimpft ist krank.
Danke für diesen Beitrag Herr Biefel. Podcaster, Youtuber, Influenza, Medienschaffende (neue Bezeichnung für Schauspieler), die nichts anderes gelernt haben, als sich selbst zu präsentieren, beherrschen dieses Thema. Und leider fährt die ganze Welt drauf ab. Arye Sharuz Shalicar beschreibt das seit Jahren und hat diesen Judenhass selbst erlebt. Zuerst einer der ihren unter Einwanderern, macht er den „Fehler“ sich als Jude zu outen. Fortan wird er gehasst, ich empfehle seine Bücher.
Ob klassisch rassistisch, antizionistisch, durch christlich religiöse Vorurteile oder solchen, die sich antisemitisch instrumentalisieren lassen, der Hass auf Juden ist tief verwurzelt, oft auch als Israelkritik getarnt. Ich hätte niemals gedacht, dass wir 3 Generationen nach der Shoa in DE solchen Antisemitismus erleben. Zu Ihrem Artikel Herr Biefel passt das, was wir im vergangenen Jahr hier in DE erlebten: Juden zusammenschlagen, das Einkaufen verwehren, ihnen mit dem Tod zu drohen. Im Übrigen haben wir in DE nicht nur Schauspieler, die sich offen gegen Juden stellen. Auch Blogger wie Tilo Jung oder sogenannte Nah-Ost Experten wie Kristin Helberg erreichen mit ihrer israelfeindlichen Haltung immer wieder viel Applaus. Umso wichtiger liegt es an uns, dem immer wieder klar und so oft als möglich entgegenzutreten.
Liebe Ella, was schlagen Sie vor: „Umso wichtiger liegt es an uns, dem immer wieder klar und so oft als möglich entgegenzutreten.“
Lieber Gruß Martin
@Untertan
Das muss im Prinzip jeder für sich selber entscheiden. Ich persönlich fahre mein Auto mit dem „Herz für Israel“ drauf, ich widerspreche Leuten mit antisemitischen Aussagen in meinem Umfeld, ich eigne mir Wissen an und zeige Solidarität mit jüdischen Menschen.
Insgesamt brauchen wir noch mehr Aufklärungsarbeit an Schulen, so wie Herr Mansour das tut, beherztes Eingreifen bei Vorfällen, die wir miterleben, auf jeden Fall weniger Schweigen und das Gebet für die Juden.
Lieber Gruß Ella
Liebe Ella, ich glaube, dass es richtig ist, was Sie schreiben, und auch ich würde eingreifen, wenn es zu antisemitischen Übergriffen kommt, jedoch glaube ich nicht, dass diese Bemühungen dazu beitragen, dass der Antisemitismus erfolgreich zurückgedrängt werden kann.
Menschlich ist dieses „Problem“ nicht zu lösen. Wir erleben, dass die Bemühungen Antisemitismus zu bekämpfen, ständig erweitert werden, und die Statistiken zeigen uns, dass die Fallzahlen überproportional ansteigen.
Die meisten Stolpersteine sind in Berlin verlegt, ca. 12.000 – und der Antisemitismus gedeiht hier besonders „gut“.
Ich glaube, dieses Problem kann nur mit den richtigen „geistlichen + biblischen“ Fragen beantwortet werden.
Auch Ihnen ein schönes WE., lieber Gruß Martin
@Untertan
Lieber Martin,ich gebe Ihnen Recht und muss sagen,Berlin ist ein Moloch. Und der Antisemitismus gedeiht hier wirklich besonders „gut“. Und wissen Sie warum das so ist? Berlin ist groß und anonym. Das Schlimmste aber ist,hier wird alles toleriert. Nichts hat Konsequenzen. Zu wenige,die dagegen halten. Die Leute machen zu lassen und nichts dagegen zu unternehmen ist ein schwerer Fehler. Was wird denn gegen die Pali-Demos unternommen? Nichts. Wer ist am Schluss der Dumme? Der Polizist,der versucht eine Regel durchzusetzen. Alle haben Angst vor Sonntag,wenn in Sachsen-Anhalt Wahlen sind. Wegen der AFD. Wissen Sie weswegen die Leute sich wirklich Sorgen machen sollten? Um die Wahl bei uns am 20.09. in Berlin. Die Linke steht ganz weit vorne. Und damit auch der Antisemitismus. Glauben Sie mir. Nein,den Mund halten ist nicht gut. So kann sich das alles richtig ausbreiten. Wie ein böses Geschwür.
Viele Grüße aus Berlin,Manu
Liebe Manu, schön von Ihnen zu lesen.
Berlin ist nicht nur unsere Hauptstadt, sondern auch die Stadt, wo die Gottlosigkeit sehr gut gedeiht. Je mehr die Regierungen nach links u.rechts schwenken, um so gottloser und um so besser gedeiht Antisemitismus und andere antigöttliche Einstellungen. Ich sagte ja auch nicht, dass wir alle den Mund halten sollen – ich glaube jedoch, dass auch Sie diesen Antisemitismus nicht aufhalten werden können. Deutschland + Berlin braucht eine kraftvolle Gemeinde Jesu, die Gottes Wort ernstnehmen, ihn mehr als alles andere lieben. Leider sind auch viele Gemeinden im Abfall, weil Gottes Wort willkürlich ausgelegt wird, Sünde und das Kreuz nicht mehr gepredigt werden.
Menschlich können diese finsteren Mächte nicht besiegt werden, dass geht nur in der Kraft des auferstandenen Herrn Jesus Christus.
Lieber Gruß zu Ihnen aus der Nähe Mönchengladbach, Martin
@Untertan
Martin, auch richtige geistliche und biblische Fragen bedürfen einer Antwort, die nur Gott geben kann. Bemühen wir uns also, jeder an seinem Ort, dem Hass etwas entgegenzusetzen. Und da wir Antisemitismus nicht besiegen, wohl aber dagegen ankämpfen können, tun wir unser Bestes. Und dann vertrauen wir darauf, dass Gott siegt. Ich lebe im beschaulichen BA-Wü. In Berlin, gebe ich zu, würde ich mit dem Israelaufkleber auf dem Auto wahrscheinlich nicht durch die Gegend fahren.
Schönes Wochenende, Ella 🙏🇮🇱
@ Ella. Ja, der Herr Mansour hat das auch sehr gut gemacht. Ich habe den Artikel über einen Schulbesuch von ihm in der JA gelesen. Ich wünsche Dir, Deiner Familie und Deinem Enkel noch einen schönen und gesegneten Schulanfang.
Liebe Grüße
Eleonora
PS: Ich lese und verfolge noch immer fleißig alles mit, muss aber Prioritäten setzen, damit Wichtiges nicht vernachlässigt wird. Es ist halt etwas dazu gekommen in meinem Leben, das viel Zeit kostet.
@Eleonora
Vielen Dank Eleonora. Ich hoffe, du hattest einen erholsamen Urlaub. Es ist schön, wenn du hier mitliest und schreibst. Aber du musst natürlich auf dich und deine sonstigen Verpflichtungen achten. Zeit kann ich dir nicht schenken, aber ich wünsche dir zu all deinem Tun Gottes Segen.
Liebe Grüße Ella 💝
Ja, im Hass vereint. Wir haben nächste Woche Beginn Neujahr 5787. Ich rege mich heute vor Shabbat nicht auf über das antisemitische Pack. Wünsche allen ein gesegnetes Wochenende. Shabbat Shalom.🇮🇱✡️💙
Guter Vorschlag, Am Israel chai, ich schließe mich an.
SHABBAT SHALOM
Hier haben Sie vollkommen Recht. Ich wünsche Ihnen ein schönes Neujahrsfest 5787.
Vielen Dank für den ausführlichen Bericht. Vielleicht hilft dieser Fahrplan auch hier bekannten Kontraforisten, sich besser einordnen zu können.
Eine kostenlose Persönlichkeitsanalyse.
Und danke, dass Sie gleich am Anfang Ihres Artikels „Christen“ in Anführungszeichen gesetzt haben.
Gräuel wie das Hamas-Massaker vom 7. Oktober und, wir erinnern uns , das vom 5. September 1972 (Münchner Olympia-Attentat) werden von linken Antisemiten bagatellisiert, sogar gebilligt.
Darf man hier nicht schreiben, welcher Kommentator auf Israelnetz Israelhass und Antisemitismus vertritt? Einer tut sich besonders hervor: „Blub“. Ich erwarte Veröffentlichung.
Den kommentiere ich nicht mehr, weil es sich nicht lohnt, von dem kommt immer nur das gleiche Zeugs, und das wird fad.
SHABBAT SHALOM
@ Manu. Ich mache mir um beide Wahlen Sorgen, sowohl in Berlin als auch in Sachsen Anhalt. Ich kann weder die AfD noch die Linke ab.
Liebe Grüße
Eleonora
@ Ella. Liebe Ella. Zu: Jeder an seinem Ort.
Diesem ganz plumpen hasserfülltem wie oben im Artikel genannten Antisemitismus mit all den Lügen und Verschwörungserzählungen bin ich in meinem Umfeld noch nicht begegnet. Aber mit dem Krieg hatten viele ihre Schwierigkeiten. Ich bin in diesen Gesprächen immer wieder gescheitert fürchte ich. Ich habe versucht zu erklären und ein längeres Gespräch darüber zu entwickeln. Auch schriftlich. Es ist mir nicht gelungen. Instagram, Facebook und so weiter, da mache ich nirgends mit. Gut, ich war noch nie der gute Redner oder Schreiber.
Liebe Grüße
Eleonora
@Liebe Eleonora,
Du musst nicht gut reden können. Du kannst auch die Zeitschrift Israelnetz weitergeben oder auf Fokus Jerusalem, Israel Heute und Times of Israel verweisen, damit deine Gesprächspartner anderes lesen und hören können, als in der breiten Öffentlichkeit. Ich rate dir aber auch nur das zu sagen, was du sicher weißt. Nichts ist schlimmer, als dass andere dich fertigmachen können, weil du dir unsicher bist. Dann lass es lieber! Oder du nimmst dir jemand an die Seite zur Unterstützung. Früher sind wir mit dem Jugendkreis auf die Straße gegangen und haben zur Mission (Ulrich Parzany) eingeladen. Da habe ich immer Gott gebeten, er möge mir in den Mund legen, was ich sagen soll. Das hat mir geholfen.
Ganz liebe Grüße Ella
Hallo Ella, „Früher sind wir mit dem Jugendkreis auf die Straße gegangen und haben zur Mission (Ulrich Parzany) eingeladen.“ Das haben wir in Würzburg auch gemacht, aufregend aber der Herr Jesus war auch da treu.
Lieber Gruß Martin
Ein Bericht für die Seele aller Israelfreunde, da kann man sich so richtig als Opfer der rundherum bösen restlichen Welt betrachten. (Ironisch gemeint). Aber um der Diskussion willen möchte ich ein wenig „Wasser in den Wein gießen“. Wenn der Schreiber formuliert „Der entscheidende Multiplikator für antisemitisches Verhalten im Internet war das Massaker am 7. Okt. … In der Folge…“, dann lässt er typischer Weise einen wichtigen Aspekt, nämlich das harte Vorgehen Israels als Grund, vollkommen außen vor. Man kann ja der Meinung sein, dass Israel keine andere Wahl hatte und alles richtig gemacht hat, aber so sehen das eben nicht alle. Insofern ist der ganze Bericht doch sehr einseitig.
Und nachdem einige Blub erwähnten, möchte ich behaupten, dass die meisten Israelfreunde nur über in „herfallen“, egal was er geschrieben hat und ohne darüber nachzudenken, ob sein Einwand aus „nichtisraelischer“ Sicht gerechtfertigt sein könnte. Es kommt mir manchmal vor wie bei D. Trump:
Andere immer erniedrigen, dann braucht man auf Argumente gar nicht nehr eingehen.
Ich bin „bei“ Israel gegen die Hamas und gegen die Hisbollah aber ich behaupte auch Israel betraubt Landraub. Damit bin ich wohl einer dieser „Christen“. Shalom