In einem am Montag veröffentlichten Video hat sich Scheich Hassan Nasrallah, der Generalsekretär der schiitischen Terrormiliz Hisbollah, an seine Anhänger in Beirut gewandt. Darin erklärte er zum ersten Mal, die Hisbollah beteilige sich am Kampf gegen den „Islamischen Staat“ (IS) im Irak. Er forderte seine Zuhörer auf, mitzukämpfen, berichtet die israelische Onlinezeitung „Times of Israel“.
Nasrallah nannte den IS die größte Gefahr für die Stabilität im Nahen Osten. Hinter dem Kampfverband stecke Israel. Der Hisbollah-Chef rief die arabischen Staaten auf, sich gegen den IS zu vereinen, anstatt sich auf die USA zu verlassen. „Wer sich auf die Amerikaner verlässt, verlässt sich auf eine Illusion.“ Stämme im Irak hätten ohne Unterstützung der USA erfolgreich gegen den IS gekämpft.
Seit Ende des vergangenen Jahres kämpfen die USA in einer Allianz mit dem Iran und mit mehreren arabischen Staaten gegen den IS im Irak und in Syrien. Hinzu kommen schiitische Kampfverbände, die dem Iran die Treue geschworen haben. Die amerikanische Zeitung „Washington Post“ schätzt, dass derzeit bis zu 120.000 dieser Kämpfer im Irak unterwegs sind. Beobachter befürchten, dass der Iran mit diesen Milizen im Irak gegenüber den USA die Oberhand gewinnt. Die Amerikaner beschränkten ihre Einsätze bislang auf Luftangriffe.