Im Daviscup kandidieren die israelischen Tennisherren für die Weltgruppe, die höchste Spielklasse dieses internationalen Wettbewerbs. Die Begegnungen sind für den 13. bis 15. September angesetzt. Die Mannschaften spielen jeweils vier Einzel und ein Doppel. Am 14. September begehen Juden allerdings in diesem Jahr den Jom Kippur, einen ihrer heiligsten Feiertage. Mit Fasten und Beten bringen sie Reue über ihre Sünden zum Ausdruck und bitten Gott um Vergebung. Das öffentliche Leben in Israel steht am Großen Versöhnungstag still.
Deshalb hat der Israelische Tennisverband beantragt, dass das Spiel verschoben wird. „Lange Zeit hat sich der belgische Verband geweigert, unser Grundbedürfnis anzuerkennen, am Jom Kippur kein Spiel zu bestreiten“, äußerte sich der israelische Verbandspräsident Asi Touchmair in einem Brief, der auf der Website veröffentlicht wurde. „Erst nachdem sich der internationale Verband eingeschaltet hatte, wurde entschieden, dass an dem Tag nicht gespielt wird.“ Die Runde beginnt nun für Belgien und Israel bereits am Donnerstag, dem 12. September. Dafür ist der 14. September spielfrei.
„Die hohe Geldbuße ist ein zerstörerischer Schlag für unseren Haushalt und für das professionelle Programm“, fügte Touchmair laut der Tageszeitung „Yediot Aharonot“ hinzu. „Als Einrichtung, die den Staat Israel und seine Werte vertritt, stehen wir stolz vor jedem, der sich weigert, die Bedeutung der Tradition des jüdischen Volkes anzuerkennen.“