Frühere Geisel Amit Susana ausgezeichnet

Jedes Jahr zeichnen die USA Frauen aus, die mutigen Einsatz zeigen. Dieses Mal gehört die frühere Hamas-Geisel Amit Susana zusammen mit sieben weiteren Frauen zu den Geehrten.
Von Israelnetz
Amit Susana machte in ihrer Dankesrede für den „Internationalen Preis für Frauen mit Mut“ auf das Schicksal der israelischen Geiseln aufmerksam

WASHINGTON (inn) – Das US-Außenministerium hat die frühere Hamas-Geisel Amit Susana zusammen mit sieben weiteren Frauen mit dem „Internationalen Preis für Frauen mit Mut“ ausgezeichnet. Zur Begründung hieß es, Susana habe als erste über ihre Erlebnisse während der Geiselhaft berichtet und damit andere ermutigt, ihre Geschichten zu erzählen. Sie nutze zudem ihre Stimme, um auf das Schicksal der verbliebenen Geiseln aufmerksam zu machen.

In ihrer Dankesrede sagte sie am Dienstag, sie nehme den Preis nicht für sich, sondern „im Namen aller mutigen Frauen in Israel“ in Empfang. Den Tränen nahe erinnerte sie an die verbliebenen Geiseln, die noch immer hofften, freizukommen. „Ich rufe die Welt auf, sie sofort nach Hause zu bringen – nicht morgen, nicht nächste Woche – sofort.“

Weiter erklärte sie, sie habe mit ihren öffentlichen Schilderungen zunächst nur auf die Schrecken des 7. Oktobers aufmerksam machen wollen. Inzwischen sei ihre Geschichte aber Teil einer größeren Diskussion über das, was viele Frauen erleiden müssen und mit welcher Kraft sie dies tun. „Wir Frauen sind das stärkere Geschlecht – nicht, weil wir keinen Schmerz empfinden, sondern weil wir ihn überwinden, weil wir für die kämpfen, die nicht für sich selbst kämpfen können.“

Schilderungen des Schreckens

Susana war am 7. Oktober entführt worden und verbrachte 55 Tage in Geiselhaft. Im März 2024 schilderte sie der amerikanischen Zeitung „New York Times“ ihre Erlebnisse von Folter und sexuellem Missbrauch.

Neben Susana erhielten sieben weitere Frauen die Auszeichnung: Zabib Musa Loro Bakhit (Südsudan) macht sich für Frauenrechte stark; Hennriette Da (Burkina Faso) engagiert sich für Menschenrechte in ihrem Land; Amat al-Salam A+al-Hadsch (Jemen) setzt sich für das Schicksal der im Jemen-Konflikt entführten und inhaftierten Zivilisten ein; Velena Iga (Papua-Neuguinea) von der Heilsarmee kämpft gegen Frauengewalt und Menschenhandel; Angelique Songco (Philippinen) setzt sich für den Schutz des Tubbataha-Riffs ein; Georgina Pascu (Rumänien) kämpft für die Rechte von Behinderten; Namini Wijedasa (Sri Lanka) macht als Journalistin auf Korruption in ihrem Land aufmerksam.

Melania Trump: Fortschritt für die Menschheit

First Lady Melania Trump nannte die acht Frauen „kraftvolle Katalysatoren“ in ihren jeweiligen Feldern. „Durch ihren Einsatz sorgen sie für den Fortschritt der gesamten Menschheit.“ US-Außenminister Marco Rubio (Republikaner) betonte, die Arbeit der Preisträgerinnen sei nicht nur wichtig, sondern mutig, weil sie unter persönlichem Risiko geschehe.

Die jährliche Auszeichnung hatte die damalige US-Außenministerin Condoleezza Rice (Republikaner) 2007 ins Leben gerufen. Seither erhielten mehr als 190 Frauen die Ehrung. (df)

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3 Antworten

  1. Gut, dass durch diese Ehrung daran erinnert wird, wer die wahren Täter sind. Denn inzwischen wird das äußerst brutale Attentat am 7.Oktober 2023 vergessend gemacht und heute die Täter als Opfer dargestellt

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  2. Es ist eine schöne Geste, Amit Soussana für ihren Mut auszuzeichnen. Noch dazu von Trumps Ehefrau, die sich sonst ja immer vornehm zurückgehalten hatte. Aber ich habe in Times of Israel gelesen, dass Soussana die Auszeichnung gar nicht so wichtig ist. Sie macht das, was andere freigelassene Geiseln auch tun, die Freilassung der noch verbliebenen fordern. Und sie bedauert, dass fast keiner der israel. Regierung Kontakt zu ihr aufgenommen habe. Das wundert mich und ich kann verstehen, dass sie sich nach durchgemacht Leid mehr Gehör in der Politik wünscht.

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