EU fördert deutsch-israelisches Raumforschungsprojekt

BERLIN (inn) – Die Europäische Union unterstützt ein gemeinsames Projekt der Technischen Universität Berlin und israelischer Hochschulen. Der Streit um die Siedlungspolitik spielt dabei offenbar keine Rolle.
Die TU Berlin möchte mit den "besten Universitäten der Welt" zusammenarbeiten.

Hinter der Kooperation steht die Initiative SESREMO, die Anfang der Woche ein erstes Treffen in Berlin abhielt. Dazu erläuterte Elena Eyngorn vom Institut für Luft- und Raumfahrt der TU Berlin im Gespräch mit der Wochenzeitung „Jüdische Allgemeine“: „Das ist ein Programm der Europäischen Union, das sich an Universitäten von Ländern wendet, die an die EU grenzen. Das sind die GUS-Mitglieder, die kaukasischen und zentralasiatischen Staaten sowie die mediterrane Region, also auch Israel. Die Abkürzung steht für ‚Strengthening Education in Space-based Remote sensing for monitoring of eco systems in Israel, Azerbaijan, Kazakhstan‘.“
Bislang habe es fünf derartige Projekte gegeben, aber noch nie mit Israel. „Wir wollten schon sehr lange im Bereich Luft- und Raumfahrt und vor allem Satellitentechnik ein solches Projekt starten.“ Die Wissenschaftler arbeiten mit dem Technion in Haifa, dem Jerusalem College of Technology und der Tel-Aviv-Universität zusammen. „Unsere israelischen Partner gehören zu den besten Universitäten der Welt“, antwortete Eyngorn auf die Frage, was sich deutsche und europäische Forschungseinrichtungen von der Zusammenarbeit versprächen.
Die EU fördert das Projekt unter anderem finanziell. Die neuen Richtlinien zum Umgang mit israelischen Forschungsinstituten wirkten sich nicht negativ aus, sagte Eyngorn. „Auf unseren Antrag haben wir ein sehr positives Feedback von der Europäischen Kommission bekommen. Sie hat auch begrüßt, dass wir Israel eingeladen haben.“
Das vollständige Interview der „Jüdischen Allgemeinen“ ist hier zu lesen: http://www.juedische-allgemeine.de/article/view/id/18258.

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