JERUSALEM (inn) – Benjamin Netanjahu steht wegen seiner Außenpolitik in der Kritik. Als Reaktion hat der israelische Regierungschef in einer Sitzung des Knessetausschusses für staatliche Rechnungsprüfung positive Trends demonstriert – dafür nutzte er eine Weltkarte, auf der die Länder in mehrere Kategorien eingeteilt sind. Diese beziehen sich auf das jeweilige Verhältnis zu Israel.
Staaten, mit denen Israel „kürzlich Beziehungen entwickelt / aufgewertet hat“, sind rot eingefärbt. Dunkelblau steht für „gute Beziehungen“ mit Israel, schreibt die Onlinezeitung „Times of Israel“. Demnach sind „offen feindselige Staaten“ schwarz gekennzeichnet. Grün wiederum bedeutet: „Israel hat keine besonderen Beziehungen“ mit dem entsprechenden Land. Die Landkarte hatten Netanjahus Berater speziell für die zweistündige Sitzung erstellt, der Regierungschef nahm sie während der Besprechung mehrmals in die Hand.
An der Sitzung am Montag nahm Netanjahu in seiner Funktion als Außenminister teil. Er sagte: „Heute wird Israel immer mehr als Posten und einflussreiches Element in der Welt betrachtet – wegen unseres Krieges gegen den Terror und unserer technologischen Errungenschaften.“ Dazu gehöre die Aussicht auf freien Handel mit China ebenso wie ein 30-Prozent-Wachstum beim Handel mit Indien. Ein weiteres Anzeichen sei die neue militärische Abstimmung mit Russland.
Laut der Tageszeitung „Ma‘ariv“ nannte Netanjahu auch den ersten Besuch eines Regierungschefs von Singapur in Israel sowie den historischen Gipfel in Afrika vor ein paar Wochen. Hinzu kämen etwa die Erneuerung der Beziehungen zu Guinea und die Normalisierung der Beziehungen mit der Türkei. Jede Woche treffe er vier Staatschefs oder Außenminister. „Israels Außenpolitik ist ein großer Erfolg.“