Suche
Close this search box.

Hummus-Krieg in Nahost: Libanesen schlagen zurück

Juden und Araber im Nahen Osten streiten sich um das Privileg, die beliebte Speise Hummus erfunden zu haben. In dem offenen Schlagabtausch haben nach einer israelischen Dreistigkeit nun wieder die Libanesen die Oberhand - vorübergehend.

Die erste Provokation ging vom Libanon aus. Das Land der Zedern löste einen verbitterten Krieg aus, den Israel gemäß dem biblischen Prinzip „Auge um Auge“ unter der Leitung des jüdischen Rachegottes mit massiver Vergeltung erwiderte. Anstatt gemäß dem vermeintlichen christlichen Prinzip der von Jesus angeblich erfundenen Nächstenliebe die andere Wange hinzuhalten, schossen die Libanesen gleich mit doppeltem Kaliber zurück. 300 libanesische Experten bedienten sich einfacher Mörser, um den Israelis eine Breitseite mit einem Gewicht von ganzen zehn Tonnen entgegen zu schleudern.

Bei diesem jüngsten nahöstlichen Schlagabtausch gab es keine menschlichen Verluste, wenn man von Bauchschmerzen und erheblichen Blähungen mal absieht. In diesem mit allem Ernst ausgetragenen Krieg geht es um die nationale Ehre der Libanesen und um das nationale Kulturerbe der Juden. Die Juden führen ihre Ansprüche bekanntlich auf die Bibel zurück.

Pazifisten empfehlen direkte Verhandlungen

Für Außenstehende wirkt dieser Krieg eher lächerlich. „Das ist doch wahrhaft zum Kichern“, sagte ein pazifistischer Deutscher, der trotz seiner Vergangenheit keinerlei Verständnis für die leidenschaftliche nationalistische Konfrontationen zwischen Libanesen und Israelis aufbrachte. „Es muss doch eine Lösung geben“, sagte der Deutsche und empfahl Israelis und Libanesen, sich an den Verhandlungstisch zu setzen und einen Kompromiss zu finden. An dieser Stelle mischten sich die Palästinenser ein und empfahlen, anstelle von libanesischem Nationalstolz und fragwürdigen israelischen Ansprüchen aufgrund biblischer Verse, den Konflikt entsprechend den Grenzen des Saladin zu lösen. Jener Kurde befreite das Heilige Land von den Kreuzfahrern und schuf nachweislich die völkerrechtliche Legitimation für die palästinensischen Ansprüche.

Die Palästinenser haben schon in Kairo bei der WFO, der Welternährungsorganisation der UNO, Einspruch gegen den israelischen Diebstahl ihres nationalen Kulturguts eingelegt. Der Libanon wandte sich an die UNO, um gegen israelischen Imperialismus zu protestieren, der dem Libanon vor allem in britischen Supermärkten wirtschaftlichen Schaden in Millionenhöhe verursachte.

Bislang mischten sich trotz einer spürbaren Eskalation weder Amerikaner noch die EU als Vermittler in diesen neuen Streitapfel des Nahen Osten ein. Im Mittelpunkt steht die Kichererbse. In der Bibel heißt sie „Himza“, woraus das heutige Hummus im Hebräischen wie im Arabischen abgeleitet wird. Heimisch ist sie angeblich in der Türkei. Trotz einer Annäherung an den Iran hat Premierminister Recep Tayyip Erdogan diesen einwandfreien israelischen Verstoß gegen Menschen-, Kultur- und Völkerrechte anderer Nationen noch nicht zum Anlass genommen, gegen Israel zu hetzen.

Die Palästinenser behaupten, dass der große Eroberer Saladin auf die Idee kam, die getrocknete Kichererbse einzuweichen und dann mit Sesampaste, Knoblauch, Olivenöl, Salz und geheimen Zutaten im Mörser zu stampfen, um daraus ein Frühstück zu schaffen, das wie ein Betonklotz im Magen liegt.

Vermutlich illegal von Israelis angeeignet

Nachdem die Israelis, flink und kreativ, wie sie nun einmal sind, die libanesisch-palästinensische Nationalspeise für sich beanspruchten, industriell (wahrscheinlich in illegalen Siedlungen) pantschten, in Plastikbehälter abfüllten und gewinnbringend als „made in Israel“ in britischen Supermärkten verkauften, beschlossen die Libanesen, dieser israelischen Aggression mit einem Weltrekord zu begegnen. In einer irdenen Schüssel rührten sie eine ganze Tonne Hummus-Paste zusammen und ließen sich von einem Briten im Nadelstreifenanzug ihren Weltrekord im „Guinness Buch der Weltrekorde“ bestätigen.

Die Israelis reagierten typisch aggressiv mit einem Vergeltungsschlag. Im arabischen Tscherkessendorf Abu Gosch nahe Jerusalem liehen sie sich von der benachbarten Fernsehzentrale eine riesige Satellitenschüssel aus und füllten diese mit zwei Tonnen Kichererbsenbrei. Der Brite im Nadelstreifenanzug bestätigte den neuen Weltrekord der arabisch-israelischen Köche und lobt sogar den guten Geschmack des Hummus.

Daraufhin redeten die Libanesen von einer jüdischen Weltverschwörung und beschlossen, den Staat Israel mit einem weiteren Weltrekord außer Gefecht zu setzen. In der größten irdenen Schüssel der Weltgeschichte rührten am vergangenen Wochenende 300 libanesische Köche zehn Tonnen Hummus in „selbstgebastelten“ Mörsern. Zusätzlich und vorsorglich schufen sie mit Kichererbsen und grünen Kräutern mit der Hand oder maschinell geformte Felafel-Bälle. Die haben sie ohne Rücksicht auf die Umwelt in Hunderten Litern Öl fettgebacken und mit einer Baumaschine in eine zweite Schüssel gefüllt. Rechtsgerichtete israelische Politiker bezichtigten die Libanesen schon der Beeinträchtigung des Flugverkehrs mit einer stinkenden und fettigen Rauchwolke, obgleich israelische Wetterfrösche versicherten, dass nicht libanesischer Ölqualm, sondern isländische Vulkanasche die Jetmotoren der EL AL-Maschinen verschmiere.

Arabische Welt befürchtet neue Erniedrigung

Jetzt bangt die ganze arabische Welt, ob die Juden auf ihrer Vormachtstellung in Nahost bestehen und einen noch größeren Hummus produzieren, nur um erneut die Araber zu erniedrigen und den Palästinensern zu zeigen, dass nicht Saladin Urheberrechte anmelden könne, sondern dass die Bibel dem auserwählten Volk den Hummus als Nationalgericht in die Wiege gelegt habe. Die rechtsradikale israelische Regierung forderte von Archäologen der Altertumsbehörde, künftig nicht mehr verkohlte Olivenkerne zur Bestimmung des Alters von Gemäuern aus der Zeit des Königs David zu verwenden, sondern sich auf die Suche nach Kichererbsen zu machen.

Bitte beachten Sie unsere Kommentar-Richtlinien

Schreiben Sie einen Kommentar

Offline, Inhalt evtl. nicht aktuell

Israelnetz-App installieren
und nichts mehr verpassen

So geht's:

1.  Auf „Teilen“ tippen
2. „Zum Home-Bildschirm“ wählen